Gold und Silber erreichen neue Rekordpreise
Internationale Kursgewinne und schwache Rupie treiben indische Edelmetallmärkte an

Indische Edelmetallmärkte verzeichnen neue Rekordstände: Gold- und Silber-Futures haben am Montagmorgen deutlich zugelegt und damit historische Höchstmarken erreicht. Ausschlaggebend für die Preisentwicklung sind gestiegene Notierungen an den internationalen Märkten sowie die Schwäche der Landeswährung Rupie, die sich nahe ihrem Allzeittief bewegt. Händler berichteten von einer starken Nachfrage nach den Terminkontrakten, die unmittelbar nach Handelsbeginn einsetzte.
Der Goldpreis kletterte im inländischen Future-Handel um 0,74 Prozent auf 114.627 Rupien pro zehn Gramm. Das entspricht rund 1.292,29 US-Dollar. Damit wurde ein neuer Höchststand erreicht, der die bisherige Bestmarke übertrifft. Parallel dazu legte auch der Silberpreis kräftig zu. Die Silber-Futures stiegen um mehr als 1,3 Prozent und erreichten 143.968 Rupien pro Kilogramm. Die Kursbewegungen spiegeln die globale Entwicklung wider, denn auch an den internationalen Rohstoffbörsen hatten sich die Preise für Edelmetalle zuletzt deutlich nach oben bewegt.
Ein weiterer entscheidender Faktor für den Preissprung ist die Abwertung der indischen Rupie. Mit einem Kurs von 88,7010 Rupien je US-Dollar befindet sich die Währung nahe einem historischen Tiefstand. Da Edelmetalle in Dollar gehandelt werden, verteuert eine schwächere Landeswährung die Importe. Das treibt die Inlandspreise zusätzlich nach oben und verstärkt den Effekt steigender Weltmarktpreise. Händler sehen darin einen doppelten Preistreiber: einerseits die internationale Marktentwicklung, andererseits die Wechselkursbewegung.
Indien gehört weltweit zu den größten Verbrauchern von Gold und Silber. Veränderungen an den internationalen Märkten wirken sich daher oft unmittelbar auf die heimischen Preise aus. Die aktuellen Preisrekorde kommen zu einer Zeit, in der die Edelmetallnachfrage saisonal ohnehin anzieht. Der steigende Goldpreis beeinflusst sowohl den Handel an den Börsen als auch das Geschäft der Juweliere, die traditionell eine wichtige Rolle im indischen Edelmetallmarkt spielen.
In den Auslagen der Schmuckgeschäfte in Städten wie Kolkata sind Goldketten und andere Schmuckstücke zu sehen, deren Wert in den vergangenen Wochen kontinuierlich gestiegen ist. Händler berichten von einer regen Nachfrage, auch wenn die gestiegenen Preise für manche Käufer eine Hürde darstellen. Die Entwicklung an den Terminmärkten wird in den kommenden Tagen genau beobachtet, da weitere Währungsschwankungen oder Preisbewegungen an den internationalen Märkten die Dynamik verstärken oder abschwächen könnten.
