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General Motors verlegt Börsennotierung von der NYSE zur Nasdaq

Der Autobauer wechselt den Handelsplatz und positioniert sich für eine Aufnahme in den Nasdaq-100.

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General Motors verlegt Börsennotierung von der NYSE zur Nasdaq

General Motors (GM) verlegt seine Börsennotierung von der New York Stock Exchange (NYSE) zur Nasdaq. Der Automobilhersteller ist damit die neueste renommierte Marke, die den Wechsel von der „Big Board" zu ihrem jüngeren Konkurrenten vollzieht. Das gab das Unternehmen am Dienstag bekannt.

Der Handel als an der Nasdaq notiertes Unternehmen soll voraussichtlich am 17. November unter dem bisherigen Wertpapierkennzeichen GM beginnen. Bis dahin werden die GM-Aktien weiter an der NYSE gehandelt. Der Handel an der NYSE läuft bis zum Börsenschluss am 16. November.

Die NYSE war die Heimatbörse des Automobilherstellers, seitdem das Unternehmen im Jahr 2010 nach einer Insolvenz und einer staatlichen Rettungsaktion wieder an die öffentlichen Märkte zurückgekehrt war. Der Wechsel markiert damit das Ende einer jahrelangen Börsenzugehörigkeit.

Motiv: Aufnahme in den Nasdaq-100

Mit dem Schritt positioniert sich das Detroit-Unternehmen, dessen Marktkapitalisierung 64 Milliarden US-Dollar übersteigt, für eine Aufnahme in den Nasdaq-100. Dabei handelt es sich um einen Index der 100 größten nichtfinanziellen Unternehmen an der Börse. Eine Aufnahme in den Nasdaq-100 könnte dazu führen, dass Fonds, die diesen Index nachbilden, verstärkt GM-Aktien kaufen.

Für deutsche Privatanleger ist dieser Mechanismus besonders relevant: Indexfonds (ETF), die den Nasdaq-100 abbilden, müssten bei einer Aufnahme automatisch GM-Aktien erwerben, um die Indexzusammensetzung korrekt nachzubilden. Dies könnte die Nachfrage nach den Papieren erhöhen. Am Unternehmen selbst und an seiner Geschäftstätigkeit ändert der Börsenwechsel dagegen nichts — es ändert sich lediglich der Handelsplatz.

Prominente Vorgänger und verschärfter IPO-Wettbewerb

GM schließt sich einer Reihe bekannter Unternehmen an, die in den letzten Jahren von der NYSE zur Nasdaq gewechselt haben. Dazu zählt der Einzelhandelsriese Walmart, der seine Notierung Ende letzten Jahres verlagerte. Auch das Hotelunternehmen Hilton kündigte letzte Woche an, seine Notierung Anfang November zu ändern.

Auch bei der Akquise der gefragtesten neuen Börsengänge hat die Nasdaq die NYSE bereits überholt. Dazu gehört der spektakuläre Börsengang (IPO) von SpaceX mit einem Volumen von 86 Milliarden US-Dollar zu Beginn dieses Jahres. Zudem wird die geplante IPO von Anthropic bereits Mitte November erwartet.

Der Trend weg von der NYSE hin zur Nasdaq setzt sich damit weiter fort. Für GM bedeutet der Schritt eine Annäherung an das technologielastige Umfeld der Nasdaq, an der auch viele der größten Wachstumsunternehmen der USA gelistet sind. Beobachter dürften den 17. November daher genau verfolgen — nicht nur wegen des Handelsstarts unter dem Kürzel GM, sondern auch mit Blick auf eine mögliche Aufnahme in den Nasdaq-100.

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