Gemini Space Station: Aktie bricht um 12% nach Führungswechsel ein
Kryptobörse verliert drei Top-Manager, während Umsatzprognose Anleger nicht überzeugen kann.

Die Aktie der Kryptobörse Gemini Space Station (NYSE:GSS) ist am Dienstag um 12% eingebrochen. Auslöser waren vorläufige Geschäftszahlen für 2025 sowie die Ankündigung, dass drei Mitglieder der Geschäftsführung das Unternehmen verlassen werden. Neben dem Finanzvorstand (CFO) gehen auch der operative Leiter (COO) und der Chefjurist (CLO).
Das Unternehmen rechnet für 2025 mit Erlösen zwischen 165 und 175 Millionen US-Dollar. Das entspricht einem Wachstum von 17 bis 24 Prozent gegenüber den 141 Millionen Dollar im Vorjahr. Trotz dieser positiven Umsatzentwicklung zeigten sich Investoren besorgt über die stark steigenden Verluste.
Betriebsausgaben explodieren
Besonders alarmierend wirkt die Entwicklung der Betriebskosten. Gemini erwartet für 2025 Ausgaben zwischen 520 und 530 Millionen Dollar – eine dramatische Steigerung gegenüber 308 Millionen im Jahr 2024. Das Unternehmen begründet dies mit höheren Personalkosten, einschließlich aktienbasierter Vergütungen, sowie Investitionen in Technologie, Verwaltung und Marketing.
Das bereinigte EBITDA wird voraussichtlich zwischen minus 267 und minus 257 Millionen Dollar liegen. Hinzu kommen erwartete realisierte und nicht realisierte Nettoverluste von 30 bis 35 Millionen Dollar. Diese Zahlen verdeutlichen, dass Gemini trotz Umsatzwachstum noch weit von der Profitabilität entfernt ist.
Nutzerzahlen steigen moderat
Auf der positiven Seite konnte die Kryptobörse ihre Nutzerbasis ausbauen. Zum 31. Dezember 2025 verzeichnete Gemini etwa 600.000 monatlich aktive Nutzer – ein Plus von 17 Prozent gegenüber dem Jahresende 2024. Die Transaktionserlöse sollen zwischen 93 und 99 Millionen Dollar liegen, während der Dienstleistungsbereich 72 bis 76 Millionen Dollar beisteuern wird.
Das Umsatzwachstum wird hauptsächlich durch höhere Einnahmen im Dienstleistungsbereich getrieben, insbesondere durch gestiegene Kreditkartenerlöse. Gemini wies darauf hin, dass die Jahresabschlussarbeiten noch nicht abgeschlossen sind und die endgültigen Zahlen von den vorläufigen Schätzungen abweichen können.
Der gleichzeitige Abgang von drei Führungskräften sendet jedoch ein beunruhigendes Signal an den Markt. In Kombination mit den stark steigenden Kosten und anhaltenden Verlusten bleibt die Aktie unter Druck.
