Freegold bohrt 1,24 g/t Gold über 213 Meter am Golden Summit
Freegold Limited meldet acht neue Bohrlöcher vom Golden Summit in Alaska und definiert den Ausgangspunkt für die PFS 2027.

Freegold Limited (TSX: FVL, OTC: FGOVF) hat Ergebnisse aus acht zusätzlichen Bohrlöchern seines Goldprojekts Golden Summit im US-Bundesstaat Alaska veröffentlicht. Am Standort Dolphin lieferten die Bohrlöcher GS2647 und GS2656 lange, kontinuierliche Gänge goldmineralisierter Vererzungen mit höherwertigen Abschnitten, die kennzeichnend für den Dolphin-Bereich sind. Insgesamt berichtet das Unternehmen über 1,24 g/t Au über 213 Meter, einschließlich 21 Meter mit 5,77 g/t Au.
Die Bohrergebnisse definieren nach Unternehmensangaben einen fokussierten Ausgangspunkt für die Vorstudie zur Wirtschaftlichkeit (Pre-Feasibility Study, PFS) von 2027. Diese Studie soll innerhalb einer der größten unerschlossenen Goldressourcen Nordamerikas entstehen. Die Bohrungen bestätigen weiterhin eine sehr große, wachsende und relativ kontinuierliche Ressource mit langen mineralisierten Abschnitten, die konsistent mit dem Ressourcenmodell sind.
Konkret nennt Freegold Abschnitte von 79,3 Metern bei 1,11 g/t Au sowie 21 Meter bei 5,77 g/t Au, darunter ein Teilstück von 3,1 Metern mit 32,7 g/t Au. In Bohrloch GS2648 wurde zudem oberflächennahe Mineralisierung ab 63,1 Metern festgestellt – 2,47 g/t Au über 18 Meter –, was die Optimierungsstudien für die Startgrube unterstützt. Am Standort Dolphin verbinden enger beabstandete Lückenbohrungen und Verfeinerungen des geologischen Modells nun zuvor isolierte hochgradige Durchschnitte zu kohärenteren mineralisierten Korridoren.
Die Details
Die acht Bohrloche in dieser Veröffentlichung stammen aus dem laufenden Programm 2026. Sie umfassen Lückenbohrungen in den Bereichen Dolphin und Cleary sowie Überprüfungsbohrungen zur Prüfung der Ränder der bekannten Lagerstätte. Insgesamt hat Freegold nach eigenen Angaben bislang mehr als 100 Bohrungen abgeschlossen und im Jahr 2026 bis heute mehr als 58.000 Meter Bohrungen absolviert.
Im Cleary-Bereich haben die Bohrungen die Kontrollfaktoren der Mineralisierung innerhalb der zunächst vorgeschlagenen Grubenschalen weiter definiert und damit das geologische Modell gestützt. Weitere Bohrungen testen die Kernzonen vorgesehener tief sitzender struktureller Fallen im Schiefer-Wirtsgestein. Die Ergebnisse am Dolphin bestätigen weiterhin das Ressourcenmodell zum Stand von Juli 2025.
Zur technischen Risikominderung hat das Unternehmen acht geplante geotechnische Bohrungen abgeschlossen. Parallel treiben metallurgische Tests und Basisprogramme die Ausgestaltung und Planung der PFS voran. Freegold ist nach eigenen Angaben direkt zu einer PFS übergegangen, um detailliertere ingenieurtechnische und Kapitalkostenschätzungen zu entwickeln.
Die aktuelle Ressourcenschätzung weist 17,2 Moz Indicated bei 1,24 g/t Au und 11,9 Moz Inferred bei 1,04 g/t Au aus, mit Stand Juli 2025. Ein zentraler Bestandteil der laufenden Arbeit ist die Bewertung der oberflächennahen Oxid-Ressource mit nahezu 1 Million Unzen als potenzieller früher Zuschlagstoff für eine initiale Startgrube. Ziel ist es, den Cashflow vorzuverlegen und die Projektwirtschaftlichkeit in den kritischen Anfangsjahren zu stärken.
„Golden Summit hat dieses Jahr an allen wichtigen Fronten Fortschritte erzielt, angeführt vom größten Bohrprogramm in der Geschichte des Projekts, mit bisher mehr als 100 abgeschlossenen Bohrungen“, sagte Kristina Walcott, Präsidentin und CEO von Freegold. „Unsere Strategie ist fokussiert, diszipliniert und darauf ausgelegt, den Wert schrittweise freizusetzen.“ Das Entwicklungskonzept der PFS konzentriere sich auf eine kleinere Grube – nicht auf das volle Ausmaß der aktuellen Lagerstätte –, was das Potenzial für ein besser handhabbares Kapitalprofil und eine schnellere Kapitalrückzahlung schaffe, so Walcott weiter.
Hintergrund: Was bisher geschah
Bereits am 20.05.2026 berichtete aktien.news, dass Freegold neue Bohrergebnisse von Golden Summit veröffentlicht hatte. Zu den herausragenden Resultaten zählten damals Abschnitte von 19,2 g/t Gold auf 24,7 Metern sowie 33,7 g/t Gold auf 19,5 Metern. Die Bohrungen lieferten mehrere hochgradige Abschnitte in den Bereichen Cleary, Dolphin und WOW, die als zentrale Zonen des Projekts gelten und im Fokus der laufenden Explorationskampagne stehen.
Am 02.07.2026 meldete Freegold einen bedeutenden Abschnitt von 2,08 g/t Gold über 62,1 Meter, eingebettet in ein breiteres Intervall von 102,3 Metern mit 1,67 g/t Gold. Damals waren sechs Bohrgeräte gleichzeitig auf dem Projektgelände im Einsatz. Das Unternehmen trieb das Projekt in Richtung einer aktualisierten Mineralressourcenschätzung und einer für 2027 geplanten PFS voran.
Am 16.09.2026 berichtete aktien.news über Bohrloch GS2634 am südlichen Ende des Cleary-Bereichs. Es durchteufte eine breite mineralisierte Zone von 102,8 Metern mit 3,10 g/t Au ab einer Tiefe von 460,2 Metern, darin enthalten ein höherwertiges Intervall von 55,9 Metern mit 5,18 g/t Au. Das laufende Programm umfasste zu diesem Zeitpunkt bereits mehr als 52.000 Meter Bohrungen.
Was das für Anleger bedeutet
Für deutsche Privatanleger, die in kanadische Explorationswerte investieren, ist die Meldung unter zwei Gesichtspunkten relevant. Erstens bestätigt die Serie langer mineralisierter Abschnitte die Kontinuität der Lagerstätte: Die jüngsten Ergebnisse ordnen sich in das Ressourcenmodell von Juli 2025 ein und stützen die Annahme, dass sich die mineralisierten Korridore verlässlich abgrenzen lassen. Zweitens rückt die geplante PFS 2027 in den Fokus – jenes Dokument, das erstmals detailliertere ingenieurtechnische und Kapitalkostenschätzungen liefern soll.
Auffällig ist die strategische Schwerpunktsetzung. Freegold verfolgt ausdrücklich kein Konzept, das die gesamte Lagerstätte auf einmal erschließen will, sondern einen kleineren Erststufenbetrieb als Ausgangspunkt. Die breitere Ressource soll als Hebel für spätere Expansionen, Ressourcenwachstum und langfristige Wertschöpfung erhalten bleiben. Ob sich diese kapitaldisziplinierte Strategie auszahlt, hängt wesentlich von den metallurgischen Testergebnissen, der Grubenauslegung und dem Wassermanagement ab, an denen das Unternehmen laut eigener Aussage arbeitet.
Zu beachten ist, dass Golden Summit weiterhin ein Explorations- und Erschließungsprojekt ist. Die genannten Ressourcen sind Schätzungen mit Stand Juli 2025, nicht Reserven. Bei Explorationswerten reagiert der Aktienkurs traditionsgemäß stark auf Bohrergebnisse und den Fortgang technischer Studien; eine Kauf- oder Verkaufsempfehlung lässt sich aus den vorliegenden Daten nicht ableiten.
Ausblick
Freegold nennt als nächsten wesentlichen Meilenstein die PFS, die für 2027 geplant ist. Sie soll detailliertere ingenieurtechnische und Kapitalkostenschätzungen liefern und einen klaren Entwicklungspfad für einen fokussierten Erststufenbetrieb definieren. Nach Angaben des Unternehmens fließen mehr als 58.000 Meter Bohrungen aus dem Jahr 2026 bis heute in diese Studie und in künftige Entwicklungsarbeiten ein.
Parallel dazu will Freegold das geologische Modell weiter stärken, metallurgische Testarbeiten und Trade-off-Studien vorantreiben sowie an der Grubenauslegung und dem Wassermanagement arbeiten. Ziel ist es, Rückgewinnungsrate, Kapitaleffizienz und Betriebsleistung zu optimieren. Über das gesamte Grundstücksgebiet hinweg sieht das Unternehmen nach eigenen Angaben erhebliches Entdeckungspotenzial.
Kurz erklärt
- g/t Au: Abkürzung für Gramm Gold pro Tonne Gestein und die übliche Maßeinheit für Goldgehalte in Bohrergebnissen.
- Indicated und Inferred Resources: Zwei Kategorien einer Ressourcenschätzung, die sich im Grad der geologischen Sicherheit unterscheiden.
- Pre-Feasibility Study (PFS): Eine Vorstudie zur Wirtschaftlichkeit, die technische Machbarkeit und Kapitalbedarf eines Bergbauprojekts vorab bewertet.
