ANZEIGE

Ford setzt Falken „El Charro“ gegen Tauben im Werk Hermosillo ein

Im Ford-Werk im mexikanischen Hermosillo patrouilliert ein Falke namens „El Charro“ – er soll Tauben vertreiben, die den Betrieb stören.

•• 2 Min
Ford setzt Falken „El Charro“ gegen Tauben im Werk Hermosillo ein

Das Ford-Werk im mexikanischen Hermosillo hat einen ungewöhnlichen Mitarbeiter: einen Falken namens „El Charro“. Die Montagelinie der Anlage produziert jährlich über 300.000 Pick-ups und Sport Utility Vehicles (SUV) und beschäftigt 4.300 Arbeiter – dazu gesellt sich der gefiederte Wachmann.

„El Charro“ ist ein geläufiger Begriff für einen mexikanischen Cowboy. Doch der Falke, der über dem Werk kreist, ist alles andere als ein gewöhnlicher Nachtwächter. Er ist etwa 60 Zentimeter groß und patrouilliert am Himmel über dem 1,21 Millionen Quadratfuß großen Werksgelände der Automobilmarke.

Die Stadt Hermosillo liegt im Norden Mexikos, rund 280 Kilometer von der US-Grenze entfernt. Für andere Vögel ist der Falke ein Albtraum – was im Grunde genau der Zweck seines Einsatzes ist. Denn die Anlage hat seit Jahren mit einem tierischen Problem zu kämpfen.

Tauben belagern das Werk

Seit Jahren belagern Tauben das Ford-Werk in Hermosillo. Für die Mitarbeiter stellt das ein Gesundheitsrisiko dar, zugleich stört es den täglichen Betrieb erheblich. Die Vögel gelangen in Lichtstrahlen und in die Fabrikausrüstung.

Besonders aufwendig ist die anschließende Reinigung: Vogelkot von frisch lackierten Fahrzeugen zu entfernen, ist keine einfache Aufgabe. Genau an diesem Punkt setzt der Falke an. Wo die Tauben sich früher unbeeindruckt niederließen, sorgt der Greifvogel nun für Abschreckung.

Der Einsatz eines Falken ist für große Produktionsstandorte ein ungewöhnlicher, aber nachvollziehbarer Ansatz. Statt auf aufwendige technische Vergrämungssysteme zu setzen, nutzt Ford die natürliche Wirkung des Beutegreifers auf andere Vögel. Der Falke wird damit gewissermaßen Teil der Belegschaft – als fliegender Ordnungshüter, der das Werksgelände sauber und den Betrieb störungsfrei halten soll.

Bedeutung für den Standort

Der Standort Hermosillo ist für Ford kein kleines Werk. Über 300.000 Pick-ups und SUVs laufen dort Jahr für Jahr vom Band, 4.300 Menschen arbeiten in der Anlage. Jede Störung im Ablauf und jede Verunreinigung frisch lackierter Fahrzeuge bedeutet zusätzlichen Aufwand und Kosten. Ein sauberer Produktionsprozess ist gerade bei der Lackierung entscheidend, da Nacharbeiten hier besonders arbeitsintensiv sind.

Mit „El Charro“ verfolgt Ford daher einen pragmatischen Weg: Ein etwa 60 Zentimeter großer Falke übernimmt eine Aufgabe, die für die Beschäftigten und die Qualität der Fahrzeuge gleichermaßen wichtig ist. Für den Vogel ist es ein gewohntes Revier am Himmel, für das Werk ein wirksames Mittel gegen ein jahrelanges Ärgernis.

Der Fall zeigt, wie unkonventionell Automobilhersteller mitunter Probleme am Standort lösen. Während in der Produktion längst Roboter und hochmoderne Anlagen dominieren, ist die Lösung des Taubenproblems im mexikanischen Hermosillo erstaunlich bodenständig – genauer gesagt: himmlisch.

FordFalke El CharroHermosillo WerkMexiko AutomobilwerkTauben WerkFord Pick-Up ProduktionFord SuvFalknerei Industrie

Meistgelesene News

  1. Mercedes-Benz: Neue Regeln für mobiles Arbeiten stehen kurz bevor
  2. Volvo Cars kämpft mit EX60-Produktionsziel und Batterieplänen
  3. SpaceX-Aktie: Kann eine 5.000-Dollar-Investition zum Millionär machen?
  4. Ölpreise fallen: Asien importiert Höchstmenge Rohöl seit Iran-Krieg
  5. Ölpreis stabilisiert sich: USA und Iran prüfen gestaffelten Hormus-Deal

Disclaimer