Figma steigert Umsatzprognose dank KI-Integration deutlich
Design-Software-Anbieter hebt Jahresprognose auf 1,37 Milliarden Dollar an und führt neues Abrechnungsmodell ein.

Der Design-Software-Anbieter Figma hat seine Umsatzprognose für 2026 deutlich angehoben und liegt damit über den Erwartungen der Analysten. Das Unternehmen rechnet nun mit Erlösen zwischen 1,36 und 1,37 Milliarden Dollar, während Experten lediglich 1,29 Milliarden Dollar erwartet hatten. Der Optimismus basiert auf der erfolgreichen Integration künstlicher Intelligenz in die Plattform.
Figma hat sich als zentrale Design-Lösung für Unternehmen und Freiberufler etabliert. Die Plattform ermöglicht es Nutzern, den gesamten kreativen Prozess – von der Ideenfindung über das Brainstorming bis zur Codierung und Auslieferung – auf einer einzigen Oberfläche abzuwickeln. Diese umfassende Funktionalität macht das Unternehmen zu einem wichtigen Akteur im hart umkämpften Markt für Design-Software.
Neues Abrechnungsmodell ab März
Ab März 2026 führt Figma ein hybrides Monetarisierungsmodell ein, das auf KI-Guthaben basiert. "Wir werden damit beginnen, Guthabenlimits durchzusetzen. Für Power-User, die diese integrierten Limits überschreiten, werden wir Add-ons verkaufen", erklärte Praveer Melwani, Finanzvorstand von Figma, in einem Interview mit Reuters. Diese Strategie soll zusätzliche Einnahmequellen erschließen und gleichzeitig die wachsende Nutzung KI-gestützter Funktionen monetarisieren.
Die Investitionen in künstliche Intelligenz und den Geschäftsbetrieb sowie aktienbasierte Vergütungen treiben allerdings die Gesamtkosten in die Höhe. Das Management hatte bereits zuvor eingeräumt, dass die KI-Ausgaben die Bruttomargen belasten werden. Dennoch zeigt sich das Unternehmen zuversichtlich, dass die langfristigen Vorteile die kurzfristigen Kostenbelastungen überwiegen.
Konkurrenzkampf mit Adobe intensiviert sich
Figma steht im direkten Wettbewerb mit dem Branchenriesen Adobe, der ebenfalls massiv in KI-Technologien investiert. Beide Unternehmen konkurrieren intensiv um die Budgets ihrer Kunden und versuchen, durch innovative KI-Funktionen neue Nutzer zu gewinnen. Die Strategie scheint bei Figma aufzugehen: Sollten die aktuellen Gewinne anhalten, wird das Unternehmen seinen Marktwert voraussichtlich um mehr als 1,7 Milliarden Dollar steigern.
Die erhöhte Umsatzprognose signalisiert, dass Unternehmen und Kreative bereit sind, mehr für Design-Software auszugeben, insbesondere wenn diese durch KI-gestützte Funktionen einen Mehrwert bietet. Figma positioniert sich damit als Vorreiter in einem Markt, der zunehmend von künstlicher Intelligenz geprägt wird.
