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Fed-Zinsentscheid und geopolitische Spannungen prägen die Märkte

Asiatische Börsen zeigen sich abwartend vor der Fed-Entscheidung und steigenden Anleiherenditen.

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Fed-Zinsentscheid und geopolitische Spannungen prägen die Märkte

Die asiatischen Finanzmärkte präsentieren sich am Mittwoch in einer abwartenden Haltung. Anleger weltweit blicken gespannt auf die bevorstehende Zinsentscheidung der US-Notenbank Federal Reserve. Die Markterwartungen für eine Anhebung um 25 Basispunkte sind mit einer Wahrscheinlichkeit von über 90 Prozent fest eingepreist.

Analysten von JPMorgan warnen, dass ein Ausbleiben dieses Schrittes die Glaubwürdigkeit der Fed untergraben könnte. Ein solches Szenario würde den S&P 500 um bis zu 1,75 Prozent belasten. Der US-Dollar notiert weiterhin in der Nähe von Mehrwochenhochs, gestützt durch steigende Renditen bei US-Staatsanleihen.

Anleiherenditen auf Höchstständen seit 2007

Die Rendite der 10-jährigen US-Anleihen erreichte kurzzeitig 5,04 Prozent – den höchsten Stand seit 2007. Diese Entwicklung belastet das zinslose Gold, das sich jedoch nach zwei Verlusttagen leicht erholen konnte. Das Edelmetall notierte zuletzt bei 4.326,44 US-Dollar pro Unze.

Marktanalyst Tony Sycamore von IG betont, dass Gold die 200-Tage-Linie bei etwa 4.539 US-Dollar zurückerobern muss. Nur so wäre ein Ende der Korrektur bestätigt. Andernfalls droht ein Rückfall auf die Unterstützung bei 4.200 US-Dollar.

Asiatische Aktienmärkte stabilisieren sich

An den Aktienmärkten sorgte eine leichte Entspannung bei den globalen Anleiherenditen für eine Stabilisierung. Der MSCI-Index für asiatisch-pazifische Aktien außerhalb Japans stieg um 0,5 Prozent. Der Nikkei 225 legte um 0,3 Prozent zu.

Der japanische Yen geriet unter Druck, wird jedoch durch Spekulationen auf eine straffere Geldpolitik der Bank of Japan (BoJ) gestützt. Die Märkte rechnen mit einer Wahrscheinlichkeit von 80 Prozent damit, dass die BoJ bei ihrer Sitzung am Freitag eine Zinsanhebung vollziehen könnte.

Energiemärkte unter Druck

Die Energiemärkte bleiben trotz einer leichten technischen Korrektur aufgrund des starken Dollars unter Druck. Geopolitische Risiken sorgen für zusätzliche Versorgungsängste. Besonders die anhaltende Schließung der East-West-Pipeline in Saudi-Arabien nach Angriffen sowie Drohungen der Huthi-Rebellen im Roten Meer belasten die Lage.

Während Saudi Aramco Lieferungen an europäische Kunden verzögert, könnten Reparaturen an den Pumpstationen bis zu acht Wochen in Anspruch nehmen. Analyst Antonio Di Giacomo von XS.com unterstreicht, dass der Ölpreis durch diese physischen Engpässe fundamental gestützt bleibt.

Politische Unsicherheit und Kryptomärkte

Zusätzlich zur geldpolitischen Unsicherheit bleibt die politische Lage in den USA ein Thema. Präsident Donald Trump übte wiederholt Druck auf die Fed aus. Unterdessen stabilisierten sich Kryptowährungen wie Bitcoin und Ether nach einer Phase der Volatilität. Diese war durch eine gescheiterte Krypto-Gesetzgebung im US-Senat ausgelöst worden.

Insgesamt bleibt die Stimmung an den Märkten aufgrund der komplexen Inflationsaussichten und der geopolitischen Spannungen vorsichtig. Anleger sollten die Entwicklungen rund um die Fed-Entscheidung und die Lage im Nahen Osten genau im Auge behalten.

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