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Fed-Präsidentin Paulson stärkt Powell den Rücken

Anna Paulson, Präsidentin der Federal Reserve Bank von Philadelphia, unterstützt Fed-Chef Jerome Powell öffentlich und signalisiert eine Zinspause für Januar. Die Notenbank-Vertreterin zeigt sich zuversichtlich für die weitere Inflationsbekämpfung.

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Fed-Präsidentin Paulson stärkt Powell den Rücken

Die Präsidentin der Federal Reserve Bank von Philadelphia, Anna Paulson, hat sich in ihrem ersten großen Interview seit Amtsantritt klar hinter Fed-Vorsitzenden Jerome Powell gestellt. Gegenüber dem Wall Street Journal bezeichnete sie Powell als "sehr effektiven Vorsitzenden", dessen Führungsqualitäten weithin Anerkennung fänden.

Paulsons öffentliche Unterstützung kommt zu einem kritischen Zeitpunkt: Powell sieht sich derzeit strafrechtlichen Ermittlungen im Zusammenhang mit der Renovierung des Fed-Hauptquartiers in Washington gegenüber. Powell selbst hatte die Untersuchung als politisch motiviert charakterisiert und mit dem Druck von Präsident Trump für niedrigere Zinsen in Verbindung gebracht. "Seine Erklärung war wirklich stark. Ich denke, sie spricht wirklich für sich selbst", kommentierte Paulson und reihte sich damit in die Reihe mehrerer Fed-Kollegen ein, die Powells Integrität diese Woche verteidigten.

Zinspause für Januar wahrscheinlich

In geldpolitischen Fragen signalisierte Paulson, die in diesem Jahr ein stimmberechtigtes Mitglied im Zinsausschuss ist, eine Pause bei der bevorstehenden Sitzung vom 27. bis 28. Januar. Die Fed hatte die Zinsen bei den letzten drei Sitzungen gesenkt, zuletzt im Dezember auf eine Spanne zwischen 3,5 und 3,75 Prozent. Paulson unterstützte alle drei Zinssenkungen.

Die aktuelle Zinshöhe sieht Paulson als leicht über dem neutralen Niveau und damit angemessen, um die Inflation weiter in Richtung des Zwei-Prozent-Ziels zu drücken. "Ich möchte, dass die Restriktivität der Geldpolitik eine Rolle spielt, um uns ganz zurück auf 2% zu bringen", erklärte sie.

Moderate Zinssenkungen für 2026 möglich

Für das weitere Jahr 2026 schloss Paulson moderate Zinssenkungen nicht aus. Diese könnten in Frage kommen, wenn die Inflationsdaten einen nachlassenden Preisdruck bestätigen oder sich die Arbeitsmarktbedingungen unerwartet verschlechtern sollten. Besonderes Augenmerk werde sie auf die Preisdaten vom Januar legen, da Unternehmen zu Jahresbeginn häufig ihre Preise neu festsetzen.

Optimistischer Inflationsausblick

Paulson beschrieb sich selbst als weniger besorgt über die Inflation als einige ihrer Kollegen. Sie verwies auf Anzeichen dafür, dass sich die Warenpreissteigerungen aus dem Jahr 2025 in diesem Jahr umkehren werden. Diese Einschätzung deutet auf ein gewisses Vertrauen hin, dass die Fed ihr Inflationsziel ohne drastische weitere Zinserhöhungen erreichen kann.

Die klare Positionierung Paulsons gibt den Märkten wichtige Signale für die kommenden Monate. Als stimmberechtigtes Mitglied im Zinsausschuss wird ihre Stimme bei den geldpolitischen Entscheidungen 2026 entscheidendes Gewicht haben.

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