ANZEIGE

Davos-Gipfel und Fed-Streit: Turbulente Woche für Finanzmärkte

Die Finanzmärkte stehen vor einer ereignisreichen Woche: US-Präsident Trump spricht in Davos, während sein Konflikt mit der Federal Reserve vor dem Obersten Gerichtshof landet. Zudem tagt die Bank of Japan und China veröffentlicht wichtige Wirtschaftsdate

•• 2 Min
Davos-Gipfel und Fed-Streit: Turbulente Woche für Finanzmärkte

Die kommende Woche verspricht hochspannend für Anleger zu werden. Gleich mehrere bedeutende Ereignisse könnten die Märkte bewegen – vom Weltwirtschaftsforum in Davos über einen historischen Rechtsstreit um die Fed-Unabhängigkeit bis hin zu wichtigen Wirtschaftsdaten aus Asien.

Trump im Fokus beim Weltwirtschaftsforum

Vom 19. bis 23. Januar treffen sich in Davos politische Führer, Zentralbanker und Tech-Größen zum 56. Weltwirtschaftsforum. Im Mittelpunkt steht US-Präsident Donald Trump, der persönlich vor Ort sein wird. Nach seiner Video-Ansprache im Vorjahr kündigte Trump an, sich mit Themen wie Wohnraum und Erschwinglichkeit zu befassen. Marktbeobachter erwarten jedoch vor allem Aussagen zu Geopolitik und Handelspolitik. Neben dem "Trump-Effekt" dürfte künstliche Intelligenz das zweite Hauptthema der Veranstaltung sein.

Historischer Showdown vor dem Supreme Court

Am Mittwoch verhandelt der Oberste Gerichtshof der USA einen Fall, der weitreichende Folgen für die Unabhängigkeit der Federal Reserve haben könnte. Fed-Ratsmitglied Lisa Cook klagt gegen Trumps Versuch, sie aus dem Vorstand zu entfernen. Cook argumentiert, die Vorwürfe des Präsidenten seien lediglich ein Vorwand gewesen, um sie wegen ihrer geldpolitischen Haltung zu feuern.

Der Konflikt verschärfte sich zuletzt, als das Justizministerium dem scheidenden Fed-Vorsitzenden Jay Powell eine Vorladung zustellte. Powell sieht darin Teil eines breiteren Musters von Drohungen und Druck seitens der Regierung. Die Fed gehört traditionell zu den unabhängigen Behörden, die von direkter präsidentieller Kontrolle abgeschirmt sein sollten.

Japan: Neuwahlen und BoJ-Sitzung

In Japan setzt Premierministerin Sanae Takaichi auf ein gewagtes Spiel. Sie will voraussichtlich am 8. Februar vorgezogene Neuwahlen abhalten, um ihre hohe persönliche Popularität in ein stärkeres Mandat umzumünzen. Ihre Kabinettszustimmung übertrifft sogar die ihres Mentors Shinzo Abe, während die skandalbelastete LDP weiter nahe historischen Tiefstständen verharrt.

Investoren setzen darauf, dass Takaichis Koalition ihre knappe Mehrheit im Unterhaus ausbauen kann. Das würde ihr mehr Spielraum für fiskalische Stimulierungsmaßnahmen verschaffen und hat die Aktienmärkte bereits auf Rekordhöhen getrieben. Der Yen und langfristige Staatsanleihen geben dagegen nach.

Die Parlamentsauflösung am kommenden Freitag könnte das andere große Ereignis der Woche überschatten: die geldpolitische Sitzung der Bank of Japan. Nach der Zinserhöhung im Dezember erwarten die meisten Ökonomen bei der kommenden Tagung keine Änderungen. Die nächste Zinsanhebung wird für Juli prognostiziert.

Chinas Wirtschaftsdaten im Blickpunkt

China startet die Woche mit der Veröffentlichung seiner BIP-Zahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr. Analysten gehen davon aus, dass Peking sein Wachstumsziel erreicht hat, auch wenn die Wirtschaft weiterhin mit Gegenwind kämpft. Präsident Xi Jinping strebt für 2025 ein Wachstum von etwa 5% an.

Das Wachstum wurde vor allem durch robuste Warenexporte gestützt, die sich selbst angesichts von Trumps Zöllen als widerstandsfähig erwiesen. China meldete für 2024 einen Rekord-Handelsbilanzüberschuss von fast 1,2 Billionen US-Dollar. Die zentrale Frage für Entscheidungsträger bleibt jedoch, wie lange die 19-Billionen-Dollar-Wirtschaft einen Immobilieneinbruch und schwache Binnennachfrage durch Exporte kompensieren kann.

DavosWeltwirtschaftsforumFederal ReserveTrumpBank Of JapanChina BipSupreme Court

Meistgelesene News

  1. Volvo Cars kämpft mit EX60-Produktionsziel und Batterieplänen
  2. Mercedes-Benz: Neue Regeln für mobiles Arbeiten stehen kurz bevor
  3. Iran-Kriegsende droht: Insider kaufen trotz Ölpreis-Risiko Energieaktien
  4. SpaceX-Aktie: Kann eine 5.000-Dollar-Investition zum Millionär machen?
  5. Ölpreise fallen: Asien importiert Höchstmenge Rohöl seit Iran-Krieg

Disclaimer