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Fed hebt Zinsen an: Drei Dividendenaktien trotzdem kaufen

Die Fed erhöht die Zinsen, die 10-jährige US-Staatsanleihe übersteigt 5 Prozent. Drei Dividendenaktien bleiben dennoch attraktiv.

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Fed hebt Zinsen an: Drei Dividendenaktien trotzdem kaufen

Die US-Notenbank Federal Reserve hat die Zinsen angehoben, und die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihe hat die Marke von 5 Prozent überschritten. Die Lehrbuchmeinung besagt, dass ein solches Umfeld schlecht für Dividendenaktien ist: Höhere Renditen bei sicheren Anleihen machen Dividendenzahler weniger attraktiv, und viele von ihnen haben entsprechend an Wert verloren.

Dennoch gibt es Anleger, die in diesem Umfeld drei ausgewählte Dividendenaktien kaufen. Die Begründung: Die entstandene Angst am Markt hat eine Chance geschaffen. Die verwendeten Aktienkurse entsprechen den Morgenkursen vom 18. September 2026, das Video wurde am 22. September 2026 veröffentlicht.

Die Details

Die Federal Reserve hat die Zinssätze erstmals seit 2023 wieder angehoben. Unter dem neuen Vorsitzenden Kevin Warsh erhöhte der Federal Open Market Committee (FOMC) den Leitzins um einen Viertelpunkt. Es ist die erste Zinserhöhung seit Anfang 2022 und markiert den Beginn eines neuen Zinserhöhungszyklus.

Der Federal-Funds-Satz, der Overnight-Zinssatz für Banken untereinander, beeinflusst die meisten Zinssätze am Markt. Mit dem Schritt reagiert die Fed auf die weiter steigende Inflation, die sich immer weiter von ihrem Ziel von zwei Prozent annualisierten Preiserhöhungen entfernt. Warsh hatte seit seiner Ernennung im Mai unmissverständlich klargestellt, dass er die Preisstabilität in den Mittelpunkt seiner Politik stellen würde.

Die 10-jährige US-Staatsanleihe notiert inzwischen oberhalb der 5-Prozent-Marke. Für klassische Dividendenaktien ist das eine doppelte Herausforderung: Einerseits steigt die Konkurrenz durch sichere Staatsanleihen, andererseits verteuern höhere Zinsen die Fremdfinanzierung vieler Unternehmen.

Hintergrund: Was bisher geschah

Bereits am 06.06.2026 berichtete aktien.news, dass die Stimmung an den Finanzmärkten sich dramatisch gewandelt hat. Während die meisten Experten zu Jahresbeginn noch mindestens ein oder zwei Zinssenkungen der US-Notenbank für 2026 erwartet hatten, zeigte sich ein völlig anderes Bild. Der Markt preiste eine Wahrscheinlichkeit von mehr als 50 Prozent ein, dass der nächste Schritt der Fed nicht eine Senkung, sondern eine Erhöhung der Leitzinsen sein würde.

Am 26.06.2026 folgte ein weiterer Bericht über Dividendenaktien mit attraktiver Bewertung. Die erste Fed-Sitzung unter dem neuen Vorsitzenden Kevin Warsh endete demnach mit unveränderten Zinssätzen von 3,50 bis 3,75 Prozent – bereits zum vierten Mal in Folge. In diesem Umfeld suchten Anleger verstärkt nach Stabilität, und Dividendenaktien rückten zunehmend in den Fokus.

Am 16.09.2026 berichtete aktien.news schließlich über drei Dividendenaktien für stabiles Einkommen trotz Zinswende. Da die Inflation auf hohem Niveau bleibt und die Zinsen eher zu steigen als zu fallen scheinen, stellte sich für Anleger die Frage, welche Aktien auch in einem solchen Umfeld verlässliche Ausschüttungen bieten. Genannt wurden Realty Income, Brookfield Asset Management und T. Rowe Price – Unternehmen aus dem Finanzsektor, die als Dividendenaristokraten gelten, deren Ausschüttungen selbst bei steigenden Zinsen nicht gefährdet sein dürften.

Was das für Anleger bedeutet

Für deutsche Privatanleger ist die aktuelle Entwicklung von doppelter Bedeutung. Einerseits beeinflussen steigende Zinsen in den USA nicht nur die Bewertungen von Wachstumsaktien, sondern wirken sich weltweit auf die Kapitalmärkte aus. Andererseits bieten Dividendenaktien in volatilen Marktphasen gleich mehrere Vorteile: Sie liefern einen stetigen Einkommensstrom neben dem Potenzial für Kapitalzuwachs und federn so die Renditen ab, wenn die Aktienmärkte seitwärts laufen oder fallen.

Unternehmen, die beständig Dividenden zahlen, verfügen tendenziell über profitable Geschäftsmodelle und solide Fundamentaldaten. Genau diese Eigenschaften werden in einem Umfeld steigender Zinsen besonders wertvoll. Höhere Zinsen stellen für viele dividendenstarke Unternehmen zwar eine Belastung dar, doch nicht alle Dividendenzahler sind gleichermaßen betroffen.

Die Kernbotschaft des Artikels lautet: Die Angst vor steigenden Zinsen hat Kurse gedrückt und damit Bewertungen geschaffen, die für langfristig orientierte Anleger interessant sein könnten. Wer in der Lage ist, kurzfristige Schwankungen auszusitzen, könnte von der aktuellen Marktlage profitieren. Eine konkrete Kauf- oder Verkaufsempfehlung wird dabei nicht ausgesprochen – vielmehr geht es um die grundsätzliche Einordnung, warum Dividendenaktien trotz des schwierigen Umfelds ihre Berechtigung im Depot haben.

Ausblick

Der neue Zinserhöhungszyklus unter Fed-Chef Kevin Warsh hat gerade erst begonnen. Die erste Zinserhöhung seit Anfang 2022 markiert den Auftakt, und die weitere Entwicklung hängt maßgeblich von der Inflationsentwicklung ab. Solange sich die Teuerung nicht dem Ziel von zwei Prozent annähert, dürfte die Notenbank unter Druck bleiben, die Zinsen weiter anzuheben.

Die 10-jährige US-Staatsanleihe oberhalb der 5-Prozent-Marke wird die Bewertung von Dividendenaktien auch künftig beeinflussen. Ob die von den Anlegern befürchteten weiteren Kursverluste eintreten oder ob sich die eingepreiste Angst als übertrieben erweist, bleibt abzuwarten. Fest steht: Die kommenden Monate werden zeigen, ob sich der Einstieg in Dividendenaktien zum aktuellen Zeitpunkt als strategisch klug erweist.

Kurz erklärt

  • Federal Funds Rate: Der Zinssatz, zu dem sich US-Banken untereinander über Nacht Geld leihen – er gilt als wichtigstes Steuerungsinstrument der US-Notenbank.
  • Dividendenaristokraten: Aktien von Unternehmen, die ihre Dividende über viele Jahre hinweg kontinuierlich gesteigert haben und als besonders verlässliche Einkommensquellen gelten.
  • REIT: Ein Real Estate Investment Trust ist ein börsennotiertes Immobilienunternehmen, das einen Großteil seiner Gewinne als Dividende ausschüttet und dafür steuerliche Vorteile genießt.
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