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Fed-Gouverneur Miran gibt Posten im Weißen Haus auf

Stephen Miran erfüllt Zusage an Senat und tritt als Wirtschaftsberater zurück

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Fed-Gouverneur Miran gibt Posten im Weißen Haus auf

Stephen Miran, Gouverneur der US-Notenbank Federal Reserve, hat am Dienstag seinen Rücktritt als Vorsitzender des Rates der Wirtschaftsberater im Weißen Haus eingereicht. Damit löst er ein Versprechen ein, das er dem US-Senat gegeben hatte, nachdem seine Fed-Tätigkeit länger andauerte als ursprünglich geplant.

Miran befand sich seit seiner Ernennung durch Präsident Donald Trump in unbezahltem Urlaub von seiner Position als Wirtschaftsberater. Trump hatte ihn im vergangenen Jahr für eine überraschend frei gewordene Stelle im Gouverneursrat der Fed nominiert. Die Doppelrolle war bei demokratischen Senatoren auf heftige Kritik gestoßen, die befürchteten, dies könne die Unabhängigkeit der Zentralbank untergraben.

Ursprünglich war Miran davon ausgegangen, dass seine Fed-Amtszeit nur wenige Monate dauern würde. Seine offizielle Amtszeit endete zwar am 31. Januar, rechtlich kann er jedoch bis zur Bestätigung eines Nachfolgers im Amt bleiben. Miran hatte sich zuvor auf juristischen Rat berufen, wonach ein Rücktritt von seiner CEA-Position nicht zwingend erforderlich sei.

Warsh als designierter Powell-Nachfolger

Der Rücktritt erfolgt nur wenige Tage, nachdem Präsident Trump am vergangenen Freitag die Nominierung von Kevin Warsh als neuen Fed-Vorsitzenden angekündigt hatte. Warsh, selbst ehemaliger Fed-Gouverneur, soll den amtierenden Notenbankchef Jerome Powell ablösen.

Die Nominierung von Warsh würde letztlich den Sitz besetzen, den derzeit Miran innehat. Allerdings muss der US-Senat der Ernennung erst zustimmen, bevor ein solcher Wechsel vollzogen werden kann. Die Bestätigung durch den Senat gilt als entscheidender Schritt für die künftige geldpolitische Ausrichtung der USA.

Die Personalie zeigt die anhaltenden Spannungen zwischen der Regierung Trump und der unabhängigen Notenbank. Die Fed-Unabhängigkeit gilt als wichtiges Prinzip der US-Geldpolitik und wird von Marktteilnehmern weltweit aufmerksam beobachtet.

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