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Fed erwägt mögliche Zinssenkung im September

Arbeitsmarktzahlen und Inflationsentwicklung treiben Überlegungen zur geldpolitischen Lockerung voran

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Fed erwägt mögliche Zinssenkung im September

Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) hat auf ihrer jüngsten Sitzung die Möglichkeit einer Zinssenkung in naher Zukunft erörtert. Dies geht aus den kürzlich veröffentlichten Protokollen des Offenmarktausschusses (FOMC) hervor. Während die Notenbank den Leitzins Ende Juli beibehielt, zeigten die Diskussionen unter den Währungshütern, dass eine Mehrheit von ihnen eine Zinssenkung auf der nächsten Sitzung im September in Erwägung zieht, vorausgesetzt, die Konjunkturdaten entwickeln sich weiterhin erwartungsgemäß.

Trotz der Einigkeit über die Beibehaltung des Leitzinses im Juli wiesen mehrere Mitglieder des Ausschusses darauf hin, dass das langsame Voranschreiten bei der Reduzierung der Inflation in Verbindung mit steigender Arbeitslosigkeit ein schlüssiges Argument für eine Zinssenkung um 0,25 Prozentpunkte liefern könnte. Die Fed hat ihren Leitzins seit über einem Jahr im Bereich von 5,25 bis 5,50 Prozent gehalten, um die Inflation zu dämpfen und den Arbeitsmarkt zu beruhigen, ohne dabei die Wirtschaft abzuwürgen.

Im August kam es jedoch an den Finanzmärkten zu Unruhe, als schwache Arbeitsmarktdaten Befürchtungen über eine mögliche Rezession in den USA aufkommen ließen. Diese Sorgen wurden durch eine Reihe positiver Wirtschaftsdaten vorerst zerstreut, doch die Unsicherheit bleibt bestehen.

Am Mittwoch überraschten die neuesten Arbeitsmarktdaten, die eine signifikante Korrektur der Beschäftigungszahlen für den Zeitraum von April 2023 bis März 2024 nach unten zeigten. Das US-Arbeitsministerium korrigierte seine Schätzung der Gesamtbeschäftigung um 818.000 Stellen oder 0,5 Prozent nach unten. Besonders betroffen war der Dienstleistungssektor, der einen Rückgang von 1,6 Prozent verzeichnete, gefolgt von Gastgewerbe und Freizeit mit 0,9 Prozent. Im Gegensatz dazu wurden die Beschäftigungszahlen in der Logistik und bei Versorgungsunternehmen leicht nach oben angepasst.

Investoren warten nun gespannt auf weitere Hinweise zum zukünftigen Kurs der Fed, insbesondere im Hinblick auf das bevorstehende Notenbank-Symposium in Jackson Hole, das am Donnerstag beginnt. Es wird erwartet, dass Fed-Chef Jerome Powell am Freitag Signale für eine mögliche Lockerung der Geldpolitik geben könnte, die Einfluss auf die Zinsentscheidung am 18. September haben dürfte.

Nach der Veröffentlichung der FOMC-Protokolle zeigten die wichtigsten US-Aktienindizes zunächst eine leichte Aufwärtsbewegung, während US-Staatsanleihen im Gegenzug leicht nachgaben. Die Preise für Gold und der Wert des US-Dollars blieben weitgehend unverändert.

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