EZB plant weitere Schritte zur Inflationskontrolle
Lagarde kündigt mögliche Zinssenkungen und einen angepassten geldpolitischen Kurs an

EZB-Präsidentin Christine Lagarde hat angekündigt, dass die Europäische Zentralbank (EZB) möglicherweise weitere Zinssenkungen vornehmen wird. In einer Rede am Montag in Litauen deutete sie an, dass künftige Entscheidungen von der Bestätigung der wirtschaftlichen Daten abhängen werden. Der Einlagensatz, der als Orientierungspunkt für die Finanzmärkte dient, liegt derzeit bei 3,00 Prozent, nachdem die EZB den Leitzins in diesem Jahr bereits viermal gesenkt hat. Die Maßnahmen zielen darauf ab, die Inflation weiter zu dämpfen.
Der Desinflationsprozess, so Lagarde, sei auf einem positiven Weg, doch gleichzeitig nehme der Druck auf das Wirtschaftswachstum zu. Vor diesem Hintergrund strebt der EZB-Rat an, künftig eine „angemessene“ geldpolitische Linie zu verfolgen. Dabei soll ein Gleichgewicht zwischen der Eindämmung der Inflation und der Unterstützung der Konjunktur gefunden werden. Aktuell beschreibt Lagarde die Geldpolitik der EZB als „restriktiv“, da sie die wirtschaftliche Aktivität spürbar dämpft.
Die nächste Sitzung zur geldpolitischen Ausrichtung ist für den 30. Januar angesetzt. Dort sollen die Entscheidungsträger erneut über mögliche Anpassungen des Zinssatzes beraten. Ziel der EZB bleibt es, die Inflation nachhaltig zu kontrollieren, ohne die Stabilität des Wirtschaftswachstums zu gefährden.
