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Bundesbank erwartet Inflationsziel 2026 erreicht

Nachlassender Preisdruck und schwaches Wachstum prägen die Prognosen bis 2027

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Bundesbank erwartet Inflationsziel 2026 erreicht

Die Bundesbank erwartet, dass die Inflationsrate in Deutschland bis zum Jahr 2026 das angestrebte Ziel von rund zwei Prozent erreicht. Für 2024 prognostiziert sie eine Inflationsrate von 2,4 Prozent gemäß dem harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI), während die Rate nach nationaler Berechnung (VPI) zuletzt bei 2,2 Prozent lag. Der Unterschied zwischen HVPI und VPI liegt in der Berücksichtigung von Wohnkosten und der Geschwindigkeit, mit der Konsumveränderungen erfasst werden. Der Rückgang der Inflation wird auf die Wirkung der Geldpolitik und den nachlassenden Lohndruck zurückgeführt.

Die Europäische Zentralbank (EZB) verfolgt ebenfalls ein Inflationsziel von zwei Prozent für den gesamten Euro-Raum und erwartet, dieses bereits 2025 zu erreichen. In den vergangenen Jahren lagen die Preissteigerungen jedoch weit höher, beeinflusst durch die Coronapandemie und den Krieg in der Ukraine.

Die Prognosen der Bundesbank basieren auf einer schwächeren Konjunktur, die mit strukturellen Problemen und konjunkturellem Gegenwind verbunden ist. Bundesbankpräsident Joachim Nagel hebt hervor, dass auch der Arbeitsmarkt zunehmend unter den anhaltenden wirtschaftlichen Herausforderungen leidet. Als größter Unsicherheitsfaktor wird ein weltweit zunehmender Protektionismus genannt, insbesondere die Wirkung von Zöllen in den USA, die schwer einzuschätzen sei, aber ein Risiko für höhere Inflation darstelle.

Die Wachstumsprognose für 2024 liegt bei lediglich 0,2 Prozent. Für 2026 und 2027 wird ein Wachstum von 0,8 beziehungsweise 0,9 Prozent erwartet. Obwohl eine leichte Erholung des Exports prognostiziert wird, sehen die Volkswirte der Bundesbank eine Herausforderung durch die wachsende Konkurrenz aus China, die den Anteil Deutschlands am globalen Export verringern könnte.

Die staatliche Defizitquote wird laut Bundesbank bis 2027 leicht auf 2,4 Prozent sinken, nachdem sie 2023 noch bei 2,6 Prozent lag. Dazu trägt bei, dass staatliche Hilfsmaßnahmen, die während der Energiekrise eingeführt wurden, auslaufen. Gleichzeitig steigen jedoch die Ausgaben für Sozialversicherungen, Zinsen und Verteidigung erheblich an. Die Schuldenquote soll bis 2027 auf 61,7 Prozent sinken, während sie 2023 noch bei 62,9 Prozent lag.

DeutschlandInflationGeldpolitikKonjunkturEZB

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