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Trumps Wahlsieg stärkt Londons Attraktivität für Anleger

Britische Aktien profitieren von US-Politik, doch Risiken bleiben bestehen

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Trumps Wahlsieg stärkt Londons Attraktivität für Anleger

Donald Trumps Rückkehr ins Weiße Haus hat weitreichende Folgen für die Finanzwelt, besonders für den Finanzplatz London. Bereits vor der Wahl hatten reiche Amerikaner verstärkt Interesse an einem Zweitwohnsitz in Großbritannien gezeigt. Marco Previero, ein Berater für Einwanderungsfragen in London, berichtete von einer Verdopplung der Anfragen aus den USA. London gilt vielen als sicherer Hafen, verstärkt durch eine Regierung mit linksgerichteter Stabilität.

Die wirtschaftlichen Implikationen des Wahlsiegs zeigen sich deutlich am Aktienmarkt. Analysten großer Finanzhäuser wie UBS und Goldman Sachs empfehlen britische Aktien aufgrund ihres geringeren Risikos im Vergleich zu anderen Märkten. Der britische Aktienindex FTSE 100 profitiert von der Konzentration auf Dienstleistungen und Finanzdienstleistungen, was ihn relativ unempfindlich gegenüber den von Trump angedrohten Importzöllen macht. Zusätzlich gelten britische Aktien als unterbewertet, was sie für Anleger attraktiver macht.

Besonders krisenfeste Branchen wie Konsumgüter und Gesundheit, die etwa ein Drittel des FTSE-100-Index ausmachen, ziehen Investoren an. Britische Unternehmen profitieren zudem direkt von Trumps angekündigten Steuersenkungen und Deregulierungen, da viele von ihnen erhebliche Gewinne in den USA erzielen. Im November flossen erstmals seit drei Jahren wieder netto mehr Gelder in britische Aktienfonds. Dennoch wird der Optimismus durch Steuererhöhungen der britischen Regierung, die das Wirtschaftswachstum belasten, gebremst.

Ein weiterer Faktor für den positiven Trend britischer Aktien ist das steigende Volumen an Übernahmen und Fusionen. Transaktionen im Wert von über 300 Milliarden Pfund wurden 2024 in London verzeichnet, ein Anstieg von mehr als 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Gleichzeitig hat London jedoch Unternehmen durch Abwanderungen verloren, darunter der Baudienstleister Ashtead Group, der seine Aktien nun in New York notieren lässt. Auch andere Unternehmen wie Tui und Klarna bevorzugen alternative Börsenplätze.

Diese Entwicklung birgt Risiken für den Finanzplatz London. Die Nähe britischer Unternehmen zum US-Markt macht sie anfällig für Veränderungen in der amerikanischen Wirtschaftspolitik. Zudem könnte der geplante Börsengang des chinesischen Modehändlers Shein in London ins Wanken geraten. Kritiker wie Marco Rubio haben ihre Bedenken geäußert, was die Attraktivität Londons als Börsenplatz weiter beeinflussen könnte.

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