ANZEIGE

EZB hält Leitzins bis Jahresende bei 2,00 Prozent stabil

Längste Zinspause seit Negativzins-Ära trotz Inflationsrückgang auf 1,7 Prozent im Januar

•• 1 Min
EZB hält Leitzins bis Jahresende bei 2,00 Prozent stabil

Die Europäische Zentralbank (EZB) wird ihren Einlagensatz voraussichtlich bis mindestens Ende 2025 bei 2,00 Prozent belassen. Dies geht aus einer aktuellen Reuters-Umfrage unter Ökonomen hervor. Damit setzt die Notenbank ihre längste Phase stabiler Zinsen seit dem Ende der Negativzins-Ära fort.

Die Entscheidung erfolgt vor dem Hintergrund eines deutlichen Inflationsrückgangs. Im Januar fiel die Teuerungsrate auf 1,7 Prozent – den niedrigsten Stand seit 16 Monaten und erstmals unter das EZB-Zielband von 2,0 Prozent. Diese Entwicklung hat einige Währungshüter alarmiert, die nun warnen, dass sich das Preiswachstum möglicherweise zu stark abschwächt.

Die überraschend niedrige Inflationsrate hat innerhalb der EZB eine Debatte ausgelöst. Mehrere Ratsmitglieder betonen die Notwendigkeit, handlungsbereit zu bleiben, sollte sich die Preisentwicklung weiter verlangsamen. Gleichzeitig zeigt sich die europäische Wirtschaft widerstandsfähiger als erwartet, was gegen vorschnelle Zinssenkungen spricht.

Geopolitische Risiken im Fokus

Trotz erhöhter geopolitischer Unsicherheiten hält die EZB an ihrer abwartenden Haltung fest. Die Währungshüter wägen derzeit zwischen der Gefahr einer zu niedrigen Inflation und den Risiken für die Konjunktur ab. Die aktuelle Zinspause markiert einen deutlichen Kontrast zur vorherigen Phase negativer Zinsen, die von 2014 bis 2022 andauerte.

Für deutsche Sparer und Anleger bedeutet die stabile Zinspolitik Planungssicherheit. Tagesgeld- und Festgeldkonten dürften ihre aktuellen Konditionen beibehalten, während sich die Kreditkosten für Immobilienfinanzierungen vorerst nicht weiter verteuern. Die nächste reguläre EZB-Ratssitzung findet am 6. März statt, bei der die Notenbank ihre geldpolitische Strategie erneut bewerten wird.

Die Mehrheit der befragten Ökonomen geht davon aus, dass die EZB erst 2026 wieder aktiv an der Zinsschraube drehen wird. Voraussetzung für eine Änderung der Geldpolitik wäre eine deutliche Verschlechterung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen oder eine anhaltende Unterschreitung des Inflationsziels.

EZBLeitzinsZinspauseInflationEuropäische Zentralbank

Meistgelesene News

  1. Volvo Cars kämpft mit EX60-Produktionsziel und Batterieplänen
  2. Mercedes-Benz: Neue Regeln für mobiles Arbeiten stehen kurz bevor
  3. Iran-Kriegsende droht: Insider kaufen trotz Ölpreis-Risiko Energieaktien
  4. SpaceX-Aktie: Kann eine 5.000-Dollar-Investition zum Millionär machen?
  5. Ölpreise fallen: Asien importiert Höchstmenge Rohöl seit Iran-Krieg

Disclaimer