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Europa stockt Ukraine-Hilfen deutlich auf

US-Zahlungen bleiben aus – Deutschlands Beitrag fällt deutlich geringer aus

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Europa stockt Ukraine-Hilfen deutlich auf

Die Ukraine erhält wieder deutlich mehr Unterstützung aus Europa. Wie aus einer aktuellen Analyse des Instituts für Weltwirtschaft (IfW) Kiel hervorgeht, summierten sich die militärischen, finanziellen und humanitären Hilfsleistungen europäischer Länder im März und April dieses Jahres auf rund 20,2 Milliarden Euro. Zum Vergleich: In den ersten beiden Monaten des Jahres lag die Hilfe noch bei etwa 6,7 Milliarden Euro. Das IfW wertet regelmäßig Daten von insgesamt 41 Ländern aus, darunter die EU-Mitgliedsstaaten, und stützt sich dabei auf Informationen von Regierungen und internationalen Medien.

Der sprunghafte Anstieg europäischer Hilfen fällt in eine Phase, in der die Vereinigten Staaten keine neuen Unterstützungsleistungen für die von Russland angegriffene Ukraine bereitgestellt haben. Laut Statistik des IfW Kiel sind seit Februar keine US-Hilfen mehr registriert worden. Christoph Trebesch, Projektleiter des Ukraine-Support-Trackers, betonte in einer Mitteilung, dass Europa damit eine entstehende Lücke geschlossen habe. Ob es sich bei dem Anstieg der europäischen Hilfe um eine vorübergehende Entwicklung handelt, bleibt nach Einschätzung des Instituts abzuwarten.

Die Zurückhaltung der Vereinigten Staaten geht auf eine Entscheidung der Regierung unter Präsident Donald Trump zurück. Anfang März hatte das Weiße Haus die US-Militärhilfe für die Ukraine vorerst eingestellt. Zur Begründung hieß es, der Präsident wolle den Fokus stärker auf Frieden legen. Daher werde die Unterstützung bis auf Weiteres ausgesetzt und neu bewertet.

Unter den europäischen Gebern zeigte sich jedoch eine sehr unterschiedliche Verteilung. Deutschlands Anteil an den Hilfen fiel im Vergleich zum Vorjahr deutlich geringer aus. Zwischen Januar und April stellte die Bundesrepublik nach Angaben des IfW lediglich 650 Millionen Euro bereit. Das entspricht einem Rückgang um rund 70 Prozent. Die Bundesregierung hat zudem beschlossen, keine detaillierten Angaben zur Militärhilfe mehr zu veröffentlichen. Laut IfW ist die aktuelle Statistik von dieser Entscheidung noch nicht betroffen, da die offizielle Webseite mit entsprechenden Informationen erst im Mai abgeschaltet wurde.

Der Ukraine-Support-Tracker des Instituts wurde eingerichtet, um die seit dem Beginn des russischen Angriffskriegs am 24. Februar 2022 zugesagten Hilfen systematisch zu erfassen. Die Auswertung bietet einen Überblick über den Umfang der internationalen Unterstützung für die Ukraine – insbesondere vor dem Hintergrund geopolitischer Veränderungen.

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