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Energiesektor-Rallye: Morgan Stanley warnt vor nachlassender Dynamik

Nach 20% Plus seit Jahresbeginn sehen Analysten begrenztes Aufwärtspotenzial für Energieaktien im S&P 500.

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Energiesektor-Rallye: Morgan Stanley warnt vor nachlassender Dynamik

Der Energiesektor hat sich 2025 als stärkster Performer im S&P 500 erwiesen und seit Jahresbeginn um 20% zugelegt. Doch Morgan Stanley dämpft nun die Erwartungen: Die Bewertungen hätten sich den langfristigen Normen angenähert, wodurch weitere Kursgewinne zunehmend von Gewinnrevisionen abhingen.

Devin McDermott und sein Analystenteam beobachten eine "bemerkenswerte Ausweitung der Multiplikatoren" im gesamten Sektor, die mit einer breiteren zyklischen Rotation einherging. Der Bewertungsabschlag zum Gesamtmarkt hat sich von 53% zu Jahresbeginn auf aktuell 43% verringert. Vor der Covid-Pandemie lag dieser Abschlag zwischen 2010 und 2019 im Median bei rund 35%.

Besonders die integrierten Ölkonzerne und Dienstleister führten die Aufwärtsbewegung an. Die großen Integrated-Konzerne werden mittlerweile wieder im Einklang mit ihren langfristigen relativen Multiplikatoren gehandelt. Die vorausschauenden EV/EBITDA-Multiplikatoren für integrierte Öl- und Gasunternehmen befinden sich laut Morgan Stanley im 95. Perzentil seit 2010.

Schwaches fundamentales Umfeld belastet

Da die Bewertungen nicht mehr tief diskontiert sind, hängt weiteres Aufwärtspotenzial laut den Analysten zunehmend von positiven Schätzungsrevisionen ab. Das kurzfristige fundamentale Umfeld bezeichnen sie jedoch als "noch etwas schwach". Die Bank erwartet zwar eine Verbesserung des Angebots-Nachfrage-Verhältnisses am Ölmarkt ab 2027, warnt aber: "Der Überschuss wird sich wahrscheinlich erst noch verschlimmern, bevor Besserung eintritt."

Die Ölpreise befanden sich im vergangenen Jahr in einem klaren Abwärtstrend. Ein Großteil der jüngsten Stärke sei eher auf geopolitische Unsicherheit als auf sich verbessernde Fundamentaldaten zurückzuführen. Die weltweiten Öl- und Produktvorräte sind in den letzten 12 Monaten um mehr als 400 Millionen Barrel gestiegen. Für 2026 wird ein weiterer Anstieg der OECD-Bestände erwartet, was die Preise für Brent und WTI unter Druck setzen sollte.

Uneinheitliche Gewinnrevisionen im Sektor

Die Breite der Gewinnrevisionen fällt gemischt aus. Die meisten wichtigen Subsektoren verzeichneten negative relative Revisionen, wobei Exploration & Produktion sowie integrierte Konzerne zu den schwächsten gehörten. Lediglich der Dienstleistungssektor weist "einige Bereiche mit positiven Revisionen" auf.

Die Positionierung von Hedgefonds ist bei Dienstleistern und integrierten Konzernen erhöht, während das Engagement in den Bereichen E&P und Midstream verhalten bleibt. Vor diesem Hintergrund empfiehlt Morgan Stanley Anlegern Vorsicht: "Wir empfehlen, vorerst an einer defensiven Strategie festzuhalten und würden eine Korrektur abwarten, bevor wir das Engagement ausweiten."

EnergiesektorMorgan StanleyÖlaktienS&P 500Bewertung

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