ANZEIGE

Drohnenangriff auf Kiew trotz vereinbarter Energie-Waffenruhe

Russland greift Tankstelle und Lagerhäuser in Kiew an – eine Person verletzt.

2 Min
Drohnenangriff auf Kiew trotz vereinbarter Energie-Waffenruhe

Ein russischer Drohnenangriff hat am frühen Dienstagmorgen eine Tankstelle in der ukrainischen Hauptstadt Kiew getroffen. Das teilte Bürgermeister Vitali Klitschko über die Messaging-App Telegram mit. Eine Person wurde verletzt. Zudem gab es einen Schlag auf Lagerhausanlagen in einem anderen Teil der Stadt. Ein Zeuge von Reuters hörte in Kiew eine Explosion.

Der Angriff erfolgt nur einen Tag, nachdem US-Präsident Donald Trump erklärt hatte, dass die Ukraine und Russland vereinbart hätten, sich gegenseitig nicht auf Energieanlagen zu konzentrieren. Die zeitliche Nähe zwischen Trumps Ankündigung und dem erneuten Beschuss wirft Fragen nach der Verbindlichkeit einer solchen Absprache auf.

Ausweitung der Angriffe auf Tankstellen

Russland hat in jüngster Zeit damit begonnen, gezielt Tankstellen in Kiew anzugreifen und erweitert damit den Kreis der Zielflächen. Nach Angaben ukrainischer Behörden haben russische Streitkräfte in den letzten Monaten rund 300 Tankstellen getroffen, vor allem in oder in der Nähe der ukrainischen Frontregionen. Die Taktik zielt offenbar darauf ab, die Treibstoffversorgung der Ukraine gezielt zu stören.

Während Moskau die Angriffe auf die Ukraine durchführte, begann Polen als präventive Maßnahme kurzzeitig militärische Luftoperationen. Die polnischen Streitkräfte teilten dies auf der Social-Media-Plattform X mit. Später wurde hinzugefügt, dass kein Verstoß gegen den eigenen Luftraum vorgelegen habe. Die Sorge vor einer Ausweitung des Krieges über die NATO-Grenzen hinaus wächst.

NATO reagiert auf Drohnenaktivität

In Litauen schoss ein NATO-Kampfflugzeug am frühen Dienstagmorgen eine Drohne ab, wie das litauische Nationale Krisenmanagementzentrum mitteilte. Zuvor war eine Drohnenwarnung für die Hauptstadt Vilnius und die umliegende Region ausgegeben worden. Der Vorfall unterstreicht die zunehmende Bedrohung durch Drohnen, die in den Luftraum der Ukraine und der Nachbarländer Russlands eindringen.

Auch auf russischer Seite gab es Schäden. Ein ukrainischer Raketenangriff beschädigte unter anderem ein Lagerhaus des E-Commerce-Unternehmens Ozon in der südlichen Hafenstadt Taganrog, wie der Regionalgouverneur auf Telegram bekannt gab. Unabhängig davon traf ein Drohnenangriff eine Industrieanlage in der Oblast Samara am Wolga-Fluss. Gouverneur Wjatscheslaw Fedorischtschew teilte dies auf Telegram mit, ohne die Anlage näher zu benennen. Die Region beheimatet mehrere große Ölraffinerien.

Reuters konnte die Berichte zunächst nicht unabhängig verifizieren.

Selenskyj signalisiert Gesprächsbereitschaft

Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte am Montag, Kiew sei bereit, einen US-Vorschlag für ein Waffenstillstandsabkommen zwischen Russland und der Ukraine zu unterstützen, das sich ausschließlich auf Energieanlagen beziehe. Voraussetzung sei, dass Washington sicherstellen könne, dass Moskau ernsthaft bereit sei, seinen Krieg gegen die Ukraine zu beenden. Die jüngsten Angriffe auf Kiewer Tankstellen lassen jedoch Zweifel an der Ernsthaftigkeit Russlands aufkommen.

Drohnenangriff KiewRussland Ukraine Energie-WaffenruheTankstelle Kiew GetroffenNato Luftoperation PolenSelenskyj WaffenstillstandUkraine Krieg AktuellRussland Angriff Tankstellen

Meistgelesene News

  1. Amazon Prime Air Crash in Miami: Fünf Tote bei Frachtflugzeug-Unglück
  2. Frankfurter Erbpacht-Schock: 1.900 Prozent mehr für Hausbesitzer
  3. Marktdissonanz: Die historische Umschichtung von Anleihen in Aktien
  4. Bitcoin-Rallye vor Fed-Entscheid und Krypto-Abstimmung im US-Senat
  5. Wall Street: Analystenempfehlungen zu Nvidia, Apple, Netflix und mehr

Disclaimer