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Drei Anlagestrategien für volatile Märkte: KI, Rohstoffe und Iran

Experten aus London und Singapur empfehlen konkrete Strategien, um durch aktuelle Marktturbulenzen und geopolitische Unsicherheiten zu navigieren.

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Drei Anlagestrategien für volatile Märkte: KI, Rohstoffe und Iran

Die europäischen Aktienmärkte steuern auf einen schwachen Wochenabschluss zu. Anhaltende Sorgen rund um einen möglichen Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran belasten die Stimmung. Eine negative Sitzung an der Wall Street griff auf die asiatischen Märkte über – mit einer Ausnahme: Der taiwanesische TAIEX erzielte dank eines Rekordhochs der TSMC-Aktie eine deutliche Outperformance. Die US-Futures notierten am Freitag verhalten höher, wobei eine Erholung im Technologiesektor den Nasdaq im vorbörslichen Handel stützte.

In diesem Umfeld haben drei Experten aus den CNBC-Studios in London und Singapur konkrete Anlagestrategien vorgestellt, mit denen Anleger die aktuellen Marktunruhen navigieren können.

„Picks and Shovels": Auf die KI-Infrastruktur setzen

Kenny Polcari, Partner und Chefmarktstratege bei SlateStone Wealth, rät seinen Kunden in erster Linie zu Ruhe. Er empfiehlt, Kursrücksetzer gezielt zum Einstieg zu nutzen – die sogenannte „Buying the Dip"-Strategie. Sein Fokus liegt dabei auf der klassischen „Picks and Shovels"-Strategie: Statt auf einzelne KI-Gewinner zu setzen, investiert man in die Unternehmen, die die Infrastruktur des KI-Booms bereitstellen. Als konkrete Beispiele nannte er IBM, Microsoft und Nvidia.

Darüber hinaus empfiehlt Polcari einen Blick auf Salesforce und ServiceNow. „Sie liegen im Jahresverlauf deutlich im Minus, und irgendwann werden diese Namen nicht einfach verschwinden", sagte er gegenüber CNBC. Polcari betont dabei seinen technischen Analyseansatz: „Ich bin viel mehr ein Techniker als ein Fundamentalist. Ich schaue mir den Chart an, sehe mir an, wo die Unterstützungsniveaus liegen, und treffe von dort aus eine Entscheidung."

Rohstoff-Diversifizierung als Stabilitätsanker

Dominic Schnider, Leiter Rohstoffe und APAC Forex CIO bei UBS Wealth Management, sieht den Markt derzeit als selbstgefällig und plädiert für ein erhöhtes Engagement in Rohstoffen. Der entscheidende Vorteil eines breit diversifizierten Rohstoffportfolios liege in der deutlich reduzierten Volatilität im Vergleich zu Aktien.

Schnider erläutert das Prinzip anhand konkreter Zahlen: „Wenn Sie breit diversifiziert sind und wirklich Ihre 30 Prozent Energie, 30 Prozent Metalle und 30 Prozent irgendwo in der Landwirtschaft haben – dann senken Sie diese Volatilität." Der Grund: Die Korrelationen zwischen den einzelnen Rohstoffsektoren seien sehr gering. „Wenn Aktien in eine beängstigende Situation geraten, tendiert der gesamte Aktienmarkt dazu, nachzugeben", so Schnider gegenüber CNBC. „Das ist bei Rohstoffen nicht der Fall." Diese breite Streuung sei entscheidend für die langfristige Positionierung.

Positionierung für ein Ende des Iran-USA-Konflikts

Dan Boardman-Weston, CEO von BRI Wealth Management, richtet seinen Blick auf ein mögliches Szenario: Was passiert mit den Portfolios, wenn die Feindseligkeiten zwischen den USA und dem Iran in naher Zukunft enden? Seine Einschätzung: Anleger, die erhebliche Beträge in den USA investiert haben, werden wieder verstärkt nach Möglichkeiten außerhalb der USA suchen – etwa im Vereinigten Königreich, in Europa oder in den Schwellenländern.

Boardman-Weston sieht in diesen Märkten eine günstige Dynamik: „Die Bewertungen sind recht günstig. Es gibt einige sehr gute Unternehmen und viele KI-Profiteure in all diesen Märkten." Für den Fall eines umfassenden Friedensabkommens oder Waffenstillstands und einer ungehinderten Öffnung der Straße von Hormus erwartet der CEO eine Underperformance des amerikanischen Marktes. „Ich würde also außerhalb davon investieren", lautet sein klares Fazit gegenüber CNBC.

Die drei Strategien zeigen, wie unterschiedlich Experten auf das aktuelle Marktumfeld reagieren – von technischer Analyse im Technologiesektor über Rohstoff-Diversifizierung bis hin zur geopolitischen Neuausrichtung des Portfolios. Für deutsche Privatanleger bieten alle drei Ansätze konkrete Denkanstöße, wie sie ihr Portfolio in einem weiterhin unsicheren Umfeld robuster aufstellen können.

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