District Metals meldet Uranfunde über 2 km Streichlänge bei Sågtjärn
Geochemische Proben aus Schweden liefern bis zu 3.656 ppm U₃O₈ und weisen auf ein größeres mineralisiertes System hin.

District Metals Corp. (TSXV: DMX) (Nasdaq First North: DMXSE SDB) (OTCQX: DMXCF) (FSE: DFPP) hat die erfolgreiche Fertigstellung seiner Erkundungsfeldkartierungen und geochemischen Probenahmen auf dem zu 100 Prozent unternehmenseigenen Sågtjärn-Grundstück bekanntgegeben. Das Areal liegt in den schwedischen Provinzen Jämtland und Västernorrland. Die Aktie notierte zuletzt bei 0,38 und legte um 0,02 beziehungsweise 3,80 Prozent zu.
Das Feldprogramm knüpfte an auffällige radiometrische und magnetische Anomalien an, die im Jahr 2025 durch eine flächendeckende Drohnenbefliegung (UAV) des Grundstücks identifiziert worden waren. Darauf verwies das Unternehmen in einer Pressemitteilung vom 3. September 2025. Geologische Beobachtungen und radiometrische Messungen mit einem tragbaren Szintillometer (Exploranium GR-110) wurden an insgesamt 163 Feldstationen innerhalb der Sågtjärn-Mineralerzlizenzen dokumentiert. Für geochemische Analysen wurden insgesamt 32 Gesteinsproben sowohl aus Aufschlüssen als auch aus Findlingen geborgen.
Die Details
Die Feldkartierung identifizierte weit verbreitete Pegmatit- und Granitintrusionen in metamorphen Gesteinen. Uranmineralisation wurde sowohl in den intrusiven Gesteinen als auch im umgebenden Gneis beobachtet. Uranmineralisation, die mit Pegmatiten assoziiert ist, wurde über eine Streichlänge von etwa 2 km identifiziert. Diese erstreckt sich nordwestlich und südöstlich über den Bereich hinaus, der zuvor von der Schwedischen Geologischen Untersuchung (SGU) erschlossen wurde.
Mineralisierte Findlinge wiesen Werte von bis zu 1.179 ppm U₃O₈ auf. Das deutet darauf hin, dass das historische mineralisierte System von Sågtjärn über seine bisher erkundeten Grenzen hinausreichen könnte. Uranmineralisation wurde zudem in silifizierten Zonen innerhalb des umgebenden Gneises identifiziert. Dort lieferten mineralisierte Findlinge Werte von bis zu 3.656 ppm U₃O₈. Diese Art der Mineralisation ist weit verbreitet in der nordwestlichen Sågtjärn 101-Minerallizenz, im Hammarmyran-Gebiet und in weiten Teilen der Sågtjärn 102-Minerallizenz.
Neben Uran wurden weitere Metalle nachgewiesen. Mineralisierte Findlinge südlich des Staverberget-Vorkommens wiesen Molybdänwerte von bis zu 5.250 ppm Molybdän (Mo) auf. Ein uranhaltiger Gneis-Findling ergab 333 ppm Kobalt (Co) und 1.800 ppm Kupfer (Cu). Das unterstreicht das Vorhandensein weiterer Metalle in Verbindung mit der Uranmineralisation.
Uranmineralisierte Findlinge wurden etwa 1 bis 1,5 km südöstlich historischer Bohrlöcher in beiden Gebieten Hammarmyran und Staverberget entdeckt. Damit identifiziert das Unternehmen zusätzliche Ziele für Folgeerkundungen und sieht Hinweise darauf, dass die mineralisierten Systeme über zuvor untersuchte Bereiche hinausreichen könnten.
Garrett Ainsworth, CEO von District, kommentierte: „Wir sind sehr ermutigt von den Ergebnissen unseres Erkundungsprogramms an unserem Sågtjärn-Grundstück, die eine weit verbreitete Uranmineralisation in mehreren Bereichen des Grundstücks identifiziert haben, einschließlich signifikanter Uranwerte sowohl in Pegmatiten als auch im umgebenden Gneis." Von besonderem Interesse sei das Vorhandensein mineralisierter Findlinge, die sich etwa 2 km entlang des Streichens über das historisch erkundete Sågtjärn-Vorkommen hinaus erstreckten, sowie weitere Mineralisationen jenseits historischer Bohrungen in Hammarmyran und Staverberget. Die Ergebnisse unterstrichen zudem das Vorhandensein von Molybdän, Kobalt und Kupfer in Verbindung mit der Uranmineralisation.
Hintergrund: Was bisher geschah
Die Sågtjärn-Lagerstätte im südöstlichen Teil von Sågtjärn nr 101 wurde 1974 bei Folgearbeiten zu geochemischen Boden-Anomalien von der Schwedischen Geologischen Untersuchung entdeckt. Detaillierte Aufschlusskartierung, Findlingssuche und Probenahme begannen 1975, gefolgt von bodengeophysikalischen Untersuchungen und systematischen geochemischen Probenahmen. Zwischen 1977 und 1980 wurden Diamantbohrprogramme durchgeführt, insgesamt 43 Bohrlöcher mit 6.655 Metern, einschließlich mineralogischer Studien.
Die Sågtjärn-Lagerstätte hat einen historischen geschätzten mineralischen Ressourcenbestand von 756.000 Tonnen mit einer Gehaltsklasse von 0,068 Prozent U₃O₈, die 1.137.585 lbs U₃O₈ enthält, basierend auf einem Grenzwert von 200 ppm Uran. Diese Schätzung gilt gemäß NI 43-101 als „historische Schätzung". Eine qualifizierte Person hat nicht genügend Arbeiten durchgeführt, um sie als aktuelle mineralische Ressource zu klassifizieren, und District behandelt sie nicht als solche.
Der nordwestliche Teil der Sågtjärn 101-Lizenz wurde in der Vergangenheit ebenfalls von der SGU auf Uran untersucht (Hammarmyran-Vorkommen). Dort wurden 433 mineralisierte Findlinge lokalisiert und 7 Explorationsbohrungen durchgeführt. Die Ergebnisse waren jedoch nicht vielversprechend, weshalb sich die Exploration hauptsächlich auf die Sågtjärn-Lagerstätte konzentrierte. Mehrere Unternehmen erforschen das Gebiet auch auf Basismetalle und Edelmetalle. Dazu gehört das Staverberget-Vorkommen (Sågtjärn nr 102) mit kupfer-molybdän-goldführenden Findlingen mit bis zu 1,3 Prozent Cu, 1,8 Prozent Mo und 1,3 g/t Au. Folgebohrungen im Jahr 1982 (987 Meter in 7 Löchern) schnitten ein 0,8 m langes mineralisiertes Intervall mit 1,26 Prozent Mo, 0,25 Prozent Pb, 0,2 Prozent Zn, 0,2 Prozent Cu, 10 g/t Ag und 1,25 Prozent U₃.
Auch abseits von Sågtjärn war District Metals zuletzt aktiv. Bereits am 24.06.2026 berichtete aktien.news, dass das Unternehmen Diamantkernbohrungen auf der Minerallizenz Österkälen in Mittelschweden gestartet hat. Am 06.07.2026 folgte die Meldung, dass Expert Geophysics Surveys Inc. mit einer hubschraubergestützten MobileMT-Vermessung auf den Alaunschiefer-Liegenschaften in Jämtland und Västerbotten beauftragt wurde, die rund 2.253 Linienkilometer abdecken sollte. Am 07.10.2026 meldete aktien.news die Aufnahme der Diamantbohrungen am Viken-Grundstück in der Provinz Jämtland, wo Arctic DS AB die Kernbohrungen wieder aufnahm. Am 15.10.2026 berichtete aktien.news, dass das erste Bohrloch VIK-26-001 auf Target A eine Alum-Schiefer-Schichtfolge von 43,7 bis 198,5 Metern durchschnitt, entsprechend 154,8 Metern Bohrlochlänge.
Was das für Anleger bedeutet
Für deutsche Privatanleger ist die Meldung ein Zwischenergebnis aus der Frühphase der Exploration. Die geochemischen Resultate stammen aus Gesteinsproben an der Oberfläche und nicht aus Bohrungen. Sie belegen noch keine wirtschaftlich förderbare Ressource, liefern aber Hinweise auf die mögliche Ausdehnung der mineralisierten Zonen. Wichtig ist der Hinweis des Unternehmens, dass die historische Ressourcenschätzung von Sågtjärn nicht den aktuellen NI 43-101-Kategorien entspricht und erst durch ein Explorationsprogramm, einschließlich der Verdopplung historischer Bohrungen, verifiziert werden müsste.
District Metals ist ein Uran-Poly-Metall-Erkundungsunternehmen, das sich auf sein Flaggschiff-Projekt Viken Property in Schweden konzentriert. Das Viken-Grundstück umfasst 100 Prozent der Viken-Lagerstätte, die laut Unternehmen die größte unerschlossene mineralische Ressourcen-Schätzung an Uran weltweit enthält, zusammen mit signifikanten Schätzungen für Vanadium, Kaliumchlorid, Molybdän, Nickel, Kupfer, Zink und andere kritische Rohstoffe. Am 17. Juli 2026 reichte das Unternehmen einen technischen Bericht gemäß NI 43-101 ein, der die Ergebnisse einer vorläufigen Wirtschaftlichkeitsprüfung (PEA) für die Viken-Lagerstätte offenlegt. Diese zeigt einen nach Steuern diskontierten Kapitalwert (NPV) von 2,88 Milliarden US-Dollar, eine interne Rendite (IRR) von 45,9 Prozent und eine Amortisationszeit von 2,1 Jahren. Die Bewertung beinhaltete Anfangsinvestitionskosten von 876 Millionen US-Dollar, um einen durchschnittlichen nach Steuern freien Cashflow von 531 Millionen US-Dollar pro Jahr über die 13 Jahre der Produktionsphase der Mine zu generieren. District ist zudem ein TSX Venture 50 Unternehmen von 2025.
Ausblick
Das Unternehmen erklärte, auf den Ergebnissen aufbauen zu wollen, während es weiterhin das breitere Potenzial seines schwedischen uranium-polymetallischen Portfolios bewertet. Konkrete Termine für ein Bohrprogramm auf Sågtjärn nennt die Mitteilung nicht. Die identifizierten mineralisierten Findlinge jenseits historischer Bohrungen in Hammarmyran und Staverberget sowie die Ausdehnung über die historisch erkundeten Grenzen hinaus werden als Ziele für die Folgeerkundung bezeichnet.
Kurz erklärt
- U₃O₈: Chemische Bezeichnung für Uranoxid, die in der Bergbauindustrie als Maßeinheit für Urangehalte in Gestein und Ressourcen verwendet wird.
- ppm: Abkürzung für „parts per million", eine Maßeinheit für sehr geringe Stoffkonzentrationen in Gestein oder Erz.
- Pegmatit: Grobkörniges magmatisches Gestein, das häufig Minerale und Metalle in konzentrierter Form enthält.
- Streichlänge: Die horizontale Ausdehnung einer mineralisierten Zone entlang ihrer geologischen Erstreckung.
- NI 43-101: Kanadischer Standard für die Offenlegung von Mineralprojekten, der festlegt, wie Ressourcen berichtet werden dürfen.
