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Deutschlands Wirtschaft bleibt im internationalen Vergleich schwach

OECD warnt vor Inflation, Fachkräftemangel und globalen Handelsrisiken

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 Deutschlands Wirtschaft bleibt im internationalen Vergleich schwach

Die deutsche Wirtschaft bleibt im internationalen Vergleich weiter im Hintertreffen. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) prognostiziert für das Jahr 2025 lediglich ein Wachstum von 0,4 Prozent. Damit zählt Deutschland erneut zu den am schwächsten wachsenden Industrienationen. Unter den mehr als 50 analysierten Ländern schneiden lediglich Norwegen und Österreich schlechter ab.

Diese Einschätzung ist im internationalen Vergleich noch optimistisch. Sowohl die Europäische Kommission als auch der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland haben ihre Wachstumserwartungen zuletzt gesenkt. Sie gehen für das laufende Jahr nur noch von einer Stagnation der Wirtschaftsleistung aus.

Für das Jahr 2026 rechnet die OECD mit einem leichten Aufschwung. Die Wachstumsprognose wurde von 1,1 auf 1,2 Prozent angehoben. Als Ursache dafür nennt die OECD eine nachlassende innenpolitische Unsicherheit, eine Verbesserung des Konsumklimas sowie eine Investitionsoffensive der Bundesregierung. Diese Maßnahmen waren in früheren Prognosen noch nicht vollständig berücksichtigt worden.

Der private Konsum in Deutschland war in den vergangenen Jahren gedämpft. Grund dafür war eine deutlich gestiegene Inflation infolge des Kriegs in der Ukraine. Trotz einer mittlerweile rückläufigen Teuerungsrate blieb die Konsumfreude gering. Laut OECD dürfte sich das im kommenden Jahr ändern. Unterstützt werde der Konsum auch durch höhere Staatsausgaben, die sich aus den neuen Schuldenregelungen ergeben.

Gleichzeitig warnt die OECD vor möglichen Nebenwirkungen. Die steigende Nachfrage könne in Kombination mit dem bestehenden Fachkräftemangel die Inflation erneut anheizen. Deshalb sei die gezielte Anwerbung von Fachkräften aus dem Ausland ein notwendiger Schritt, um das wirtschaftliche Gleichgewicht zu stabilisieren.

Ein weiteres Risiko für die deutsche Konjunktur sieht die OECD in möglichen Handelskonflikten. Deutschland ist stark exportorientiert, rund zehn Prozent der Exporte gehen in die Vereinigten Staaten. Die Ergebnisse der aktuellen Prognose könnten sich je nach Verlauf der Handelsgespräche erheblich verändern.

Auch im globalen Maßstab zeichnet die OECD ein gedämpftes Bild. Das Wachstum der Weltwirtschaft werde in den Jahren 2025 und 2026 nur noch 2,9 Prozent betragen – nach 3,3 Prozent im Jahr 2024. Handelsbarrieren und politische Unsicherheiten gelten dabei als zentrale Bremsfaktoren.

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