Deutschland unter Druck: Stagflation, Energiewende und Strukturreformen
Geopolitische Krise, steigende Ölpreise und schwaches Wachstum stellen die deutsche Wirtschaftspolitik vor historische Herausforderungen.

Die deutsche Wirtschaft steht vor einer der schwierigsten Phasen seit Jahren. Führende Wirtschaftsforschungsinstitute haben ihre Wachstumsprognosen deutlich gesenkt: Für 2026 wird nur noch ein BIP-Wachstum von 0,6 Prozent erwartet – nach zuvor 1,3 Prozent. Für 2027 fiel die Prognose von 1,4 auf 0,9 Prozent.
Hauptauslöser ist die Schließung der Straße von Hormus infolge des Nahost-Konflikts. Der blockierte Öltransportweg hat die Ölpreise um 60 Prozent in die Höhe getrieben und einen massiven Energiepreisschock ausgelöst. Gleichzeitig soll die Inflation 2026 auf 2,8 Prozent und 2027 auf 2,9 Prozent steigen – beide Werte liegen deutlich über dem EZB-Ziel von 2,0 Prozent.
Damit droht Deutschland eine klassische Stagflation: stagnantes Wachstum bei gleichzeitig steigenden Preisen. Für die Politik ist das eine „Quadratur des Kreises
