Deutsche Inflation sinkt im Februar in mehreren Bundesländern
Nordrhein-Westfalen, Bayern und Niedersachsen melden rückläufige Teuerungsraten – nationale Daten folgen am Nachmittag.

Die Inflation in Deutschland hat sich im Februar in mehreren großen Bundesländern spürbar abgeschwächt. Aktuelle Landesdaten vom Freitag deuten darauf hin, dass der Preisdruck in der größten Volkswirtschaft Europas weiter nachlässt.
In Nordrhein-Westfalen, dem bevölkerungsreichsten Bundesland, fiel die Inflationsrate im Jahresvergleich auf 1,8% – damit liegt sie erstmals seit Längerem unter der psychologisch wichtigen Marke von 2%. Bayern verzeichnete ebenfalls einen Rückgang: Die Teuerung sank von 2,1% im Januar auf 1,9% im Februar. Niedersachsen folgte demselben Trend und meldete einen Rückgang von 2,1% auf 1,9%.
Die nationalen Daten für Deutschland werden um 14:00 Uhr veröffentlicht. Von Reuters befragte Ökonomen erwarten für die harmonisierte nationale Inflationsrate einen stabilen Wert von 2,1% im Jahresvergleich – unverändert gegenüber dem Vormonat.
Eurozone unter EZB-Zielwert
Die Entwicklung in Deutschland spiegelt einen breiteren europäischen Trend wider. Die Inflation in der Eurozone fiel im Januar auf ein 16-Monats-Tief von 1,7% und lag damit erstmals unter dem Zielwert der Europäischen Zentralbank (EZB) von 2%. Dies löste unter einigen EZB-Entscheidungsträgern Bedenken aus, dass sich das Preiswachstum zu stark verlangsamen könnte.
Für deutsche Verbraucher und Anleger sind die sinkenden Inflationszahlen grundsätzlich eine positive Nachricht, da die Kaufkraft der Haushalte gestärkt wird. Gleichzeitig beobachten Marktteilnehmer die Entwicklung genau, da eine zu niedrige Inflation die EZB zu weiteren Zinssenkungen veranlassen könnte – mit entsprechenden Auswirkungen auf Spareinlagen und Anleiherenditen.
