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Deutsche Bank baut leitende Positionen massiv ab

Sparmaßnahmen im Privatkundengeschäft sollen Profitabilität deutlich steigern

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Deutsche Bank baut leitende Positionen massiv ab

Die Deutsche Bank hat unter der Leitung von Claudio de Sanctis, dem Vorstand der Privatkundensparte, seit seinem Amtsantritt im Sommer 2023 insgesamt 111 hochrangige Stellen im Privatkundengeschäft abgebaut. Diese Positionen, die zum Teil Director- und Managing-Director-Posten umfassten, wurden sowohl in Deutschland als auch im Ausland gestrichen. Ziel des Stellenabbaus ist es, die Kosten in diesem Bereich signifikant zu senken und das Kostenziel der Bank zu erreichen, wie de Sanctis in einem Gespräch mit der „Financial Times“ erklärte. Insgesamt entsprechen die gestrichenen Positionen rund acht Prozent der führenden Posten in der Privatkundensparte.

Die Deutsche Bank strebt an, das Kosten-Ertrags-Verhältnis in diesem Geschäftsbereich bis zum Jahr 2025 auf 60 bis 65 Prozent zu senken. Damit soll erreicht werden, dass die Bank nur noch 60 bis 65 Cent aufwenden muss, um einen Euro zu verdienen. Aktuell liegt das Verhältnis noch bei 76,7 Prozent, sodass weitere Einsparungen notwendig sind. De Sanctis betonte jedoch, dass er im Wealth-Management zukünftig auch wieder verstärkt persönliche Berater für vermögende Kunden einstellen wolle, um die Betreuung in diesem Bereich zu verbessern.

Ein weiterer Teil der Kostensenkungsstrategie von de Sanctis umfasst die Schließung von Filialen. Bereits wurden 230 der ursprünglich 550 Postbank-Filialen geschlossen, was auch zu einem Abbau von rund 1000 Arbeitsplätzen führte. Derzeit laufen weitere Verhandlungen über mögliche Schließungen von Deutsche-Bank-Filialen. Auch die Ausgaben für externe Beratungen wurden erheblich reduziert, um die Effizienz der Privatkundensparte zu steigern.

Die Rentabilität der Privatkundensparte bleibt dennoch hinter anderen Geschäftsfeldern der Deutschen Bank zurück. Nach den ersten neun Monaten des Jahres 2024 lag die Rendite in diesem Bereich bei etwas über sechs Prozent. Im Vergleich dazu ist die Firmenkundensparte doppelt so profitabel, während die Investmentbank eine Rendite von mehr als zehn Prozent erzielt. Um die Profitabilität der Privatkundensparte zu verbessern, soll nicht nur auf Kostensenkungen gesetzt werden; de Sanctis sieht auch Potenzial darin, die Erträge zu steigern.

Trotz der Herausforderungen bleibt de Sanctis optimistisch, die angestrebten Ziele bis 2025 erreichen zu können. Er sieht noch Handlungsbedarf, um das Privatkundengeschäft der Deutschen Bank wettbewerbsfähiger und profitabler zu gestalten.

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