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Schwedens Zentralbank senkt Leitzins deutlich

Weitere Zinsschritte angekündigt, Inflationsrückgang schafft Spielraum für Geldpolitik

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Schwedens Zentralbank senkt Leitzins deutlich

Schwedens Zentralbank, die Riksbank, hat ihren Leitzins überraschend stark gesenkt. Am Donnerstag gab die Notenbank bekannt, dass der Zinssatz um 0,5 Prozentpunkte auf 2,75 Prozent gesenkt wird. Diese deutliche Reduktion folgt auf die zuletzt abgeflaute Inflation, die Schweden neuen Handlungsspielraum verschafft hat. Fachleute hatten nach verschiedenen Anzeichen bereits damit gerechnet, dass die Riksbank die Zinsen weiter senken könnte. Zudem gab die Riksbank an, dass im Dezember und auch im ersten Halbjahr 2025 weitere Zinsschritte folgen könnten, sollten sich die ökonomischen Bedingungen und Inflationsprognosen unverändert entwickeln.

Bereits im September hatte auch die US-Notenbank eine vergleichbare Zinssenkung vorgenommen, damals ebenfalls um 0,5 Prozentpunkte. Es wird spekuliert, dass die amerikanische Zentralbank im Laufe des Tages eine weitere, wenn auch geringere Senkung von 0,25 Prozentpunkten ankündigen könnte. Die jüngste Entscheidung der Riksbank zeigt, dass die Notenbank in Schweden weiterhin bereit ist, auf die wirtschaftlichen Veränderungen zu reagieren und bei Bedarf den geldpolitischen Kurs flexibel anzupassen.

Die Riksbank hatte ihre geldpolitische Wende im Mai eingeleitet, als sie nach acht Jahren erstmals den Leitzins senkte. Diese erste Zinssenkung im Mai wurde im August und September durch weitere Schritte ergänzt. Der Abwärtstrend der Inflation in Schweden gibt der Zentralbank nun zusätzlichen Spielraum, ihre Zinsen zu senken, ohne dass die Gefahr einer übermäßigen Teuerung besteht. Die aktuell gemessene Inflationsrate, das sogenannte CPIF (Konsumentenpreisindex mit festgelegter Hypothekenzinsrate), lag zuletzt bei nur 1,5 Prozent und damit klar unter dem angestrebten Zielwert der Riksbank von 2 Prozent.

Schweden hatte in den vergangenen Jahren eine Inflationsrate im zweistelligen Bereich erlebt, was deutliche Herausforderungen für die Wirtschaft und die Notenbank mit sich brachte. Der Rückgang der Inflation ermöglicht der Riksbank nun jedoch eine expansivere Geldpolitik. Dies könnte die wirtschaftliche Aktivität in Schweden weiter anregen, da niedrigere Zinsen die Kreditaufnahme attraktiver machen und Unternehmen sowie Verbraucher entlasten. Experten rechnen aufgrund der kommunizierten Prognosen damit, dass die Riksbank in naher Zukunft weitere Schritte unternehmen wird, um die Konjunktur zu stützen und die Zielinflationsrate von 2 Prozent aufrechtzuerhalten.

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