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Delta verzichtet auf Starlink – Elon Musk wettert gegen CEO Bastian

Delta Air Lines setzt beim Inflight-WLAN auf Amazon statt Starlink. Elon Musk reagiert mit scharfer Kritik – und droht dem CEO.

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Delta verzichtet auf Starlink – Elon Musk wettert gegen CEO Bastian

Delta Air Lines bleibt bei seiner Entscheidung gegen das Satelliten-Internet von Elon Musk. Als einzige der vier großen US-Fluggesellschaften („Big Four") nutzt Delta nicht den Starlink-Inflight-WLAN-Dienst, sondern hat sich für das Angebot von Amazon entschieden. Das sorgt nun für öffentlichen Unmut beim Tesla- und SpaceX-Chef.

Musk schrieb Anfang dieser Woche auf der Plattform X über den Delta-Vorstandschef Ed Bastian: „Er wird seinen Job verlieren." Auslöser war laut Bericht eine Reaktion auf bislang unbestätigte Berichte, wonach Bastian ihn in Mitarbeiterversammlungen kritisiert haben soll. Damit eskaliert ein Konflikt, der bereits seit Monaten schwelt und nun eine persönliche Ebene erreicht hat.

Bereits im Mai hatte Musk auf X gegen Delta nachgelegt. „Delta wollte es für ihre Kunden schmerzhaft, schwierig und teuer machen. Schwer zu erkennen, wie das eine gewinnbringende Strategie sein soll", postete der Milliardär damals. Die Spitze richtete sich klar gegen die Entscheidung der Fluggesellschaft, nicht auf Starlink zu setzen, sondern auf die Konkurrenzlösung von Amazon.

Ein Milliardär gegen die profitabelste Airline der USA

Bemerkenswert ist der Angriff vor allem mit Blick auf die wirtschaftliche Stellung von Delta. Das Unternehmen gilt als die profitabelste Fluggesellschaft der Vereinigten Staaten. Ein Konzern mit dieser Bilanz kann sich eine Technologieentscheidung gegen den Willen eines der einflussreichsten Unternehmer der Welt offenbar leisten – zumindest vorerst.

Für Beobachter ist der Fall auch deshalb interessant, weil Musk mit Starlink aggressiv in den Markt für Bord-WLAN drängt. Das Satellitennetz verspricht schnelle Internetverbindungen auch über abgelegenen Regionen und gilt als technologisch führend. Dass ausgerechnet die „Big Four" der US-Luftfahrt bis auf Delta geschlossen auf Starlink setzen, unterstreicht den Druck, den Musk auf die Branche ausübt.

Delta hat sich stattdessen für das Angebot von Amazon entschieden, das ebenfalls an Bord-Internet arbeitet. Die genauen Konditionen dieser Partnerschaft sind nicht Teil der vorliegenden Informationen. Klar ist jedoch: Die Airline setzt auf einen Wettbewerber aus dem Kreis der großen Tech-Konzerne, nicht auf Musks Satellitennetz.

Was bedeutet das für Anleger?

Für deutsche Anleger, die in US-Airlines oder Technologiewerte investiert sind, ist der Vorgang vor allem ein Signal für die wachsende Verflechtung von Luftfahrt und Technologiekonzernen. Bord-WLAN ist längst kein Randthema mehr, sondern ein Wettbewerbsfaktor im Kampf um Passagiere auf Langstrecken. Wer hier eine schlechte Lösung anbietet, riskiert Kundenverluste – so zumindest die Argumentation von Musks Seite.

Ob Musks Drohung gegen Bastian Folgen haben wird, ist völlig offen. Die Berichte über kritische Äußerungen des Delta-Chefs sind bislang nicht bestätigt. Fest steht lediglich, dass der öffentlich ausgetragene Streit zwischen einem der reichsten Männer der Welt und einer der größten Fluggesellschaften der USA weiter an Schärfe gewinnt.

Delta und Amazon haben sich zu den jüngsten Äußerungen Musks bislang nicht geäußert. Der Konflikt dürfte die Debatte darüber befeuern, wie stark einzelne Unternehmerpersönlichkeiten strategische Entscheidungen von Konzernen öffentlich beeinflussen können. Für Delta geht es dabei nicht nur um Technologie, sondern auch um das eigene Markenbild in einem hart umkämpften Markt.

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