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Europas Luxus-Autobauer setzen auf große SUVs in den USA

BMW, Audi und Volvo wollen mit übergroßen Luxus-SUVs ihr US-Geschäft ankurbeln und China-Verluste ausgleichen.

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Europas Luxus-Autobauer setzen auf große SUVs in den USA

Europas führende Luxus-Autobauer richten ihren Blick verstärkt auf den amerikanischen Markt. Mit einer neuen Generation übergroßer Luxus-SUVs wollen BMW, Audi und Volvo Cars ihre Absatzzahlen in den USA wiederbeleben. Der Hintergrund ist ernst: Nach einem Einbruch der Verkäufe in China, ausgelöst durch fallende Immobilienpreise und digital versierte lokale Wettbewerber, sind die Hersteller dringend auf Wachstum angewiesen.

BMW teilte dieser Woche seinen Investoren in München mit, dass das Unternehmen speziell für den US-Markt einen übergroßen Sport Utility Vehicle entwickeln wolle. Die Aktie des Münchner Autobauers notierte zuletzt mit einem Rückgang von 0,91 Prozent. Auch Volvo Cars hat angekündigt, in den USA ein größeres SUV einzuführen – als Teil eines umfassenden Portfolio-Refreshes. Die Volvo-Aktie verlor deutlich und gab um 7,35 Prozent nach.

Audi wiederum hat vor Kurzem den Q9 vorgestellt, sein erstes Full-Size-SUV. Die Präsentation fand auf dem Dach eines Hotels in New York statt – ein symbolträchtiger Ort für ein Fahrzeug, das vor allem amerikanische Käufer ansprechen soll.

China-Geschäft unter Druck

Die strategische Neuausrichtung ist eine direkte Reaktion auf die Schwierigkeiten im wichtigsten Wachstumsmarkt der vergangenen Jahre. China trug früher bis zur Hälfte zum Gewinn von Unternehmen wie BMW, Mercedes-Benz und Volkswagen bei. Diese Zeiten sind vorbei: Fallende Immobilienpreise haben die Kauflaune der chinesischen Verbraucher gedämpft, während lokale Anbieter mit digitalen Technologien und wettbewerbsfähigen Preisen den etablierten europäischen Marken Marktanteile abnehmen.

Für die deutschen Hersteller bedeutet das einen erheblichen Druck auf die Margen. Der US-Markt rückt damit wieder stärker in den Fokus – zumal amerikanische Kunden traditionell eine Vorliebe für große Fahrzeuge haben.

Volvo-Chef: „Amerikaner lieben große SUVs“

Diese Vorliebe bringt Volvo-Cars-Chef Håkan Samuelsson auf den Punkt. In einem Interview sagte er: „Amerikaner lieben große SUVs. Warum sollten wir also nicht darauf hören?“ Der Satz fasst die neue Strategie der europäischen Premiumhersteller zusammen: Statt gegen den amerikanischen Geschmack zu arbeiten, wollen sie ihn bedienen.

Für deutsche Anleger ist die Entwicklung aufschlussreich. Die Aktien von BMW und Volvo reagierten bereits mit Kursverlusten auf die aktuellen Nachrichten, was zeigt, wie sensibel der Markt auf die Herausforderungen im China-Geschäft reagiert. Gleichzeitig eröffnet die Hinwendung zu übergroßen SUVs in den USA die Chance, verlorene Erlöse teilweise zu kompensieren.

Ob die Strategie aufgeht, hängt davon ab, wie schnell die Hersteller ihre neuen Modelle auf den amerikanischen Markt bringen und ob sie dort gegen etablierte Konkurrenz bestehen können. Klar ist: Die europäischen Luxusmarken setzen auf ein Segment, das in den USA seit Jahren boomt – und hoffen, damit die Schwäche in China auszugleichen.

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