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DAX unter Druck durch politische Ereignisse

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DAX unter Druck durch politische Ereignisse

In einer turbulenten Handelswoche standen die Wiederwahl von Donald Trump und das Ende der Regierungskoalition in Deutschland im Fokus der Anleger. Der DAX schloss die letzte Woche mit einem Verlust von 0,8 Prozent bei 19.215 Punkten und verzeichnete auf Wochensicht ein Minus von rund 0,2 Prozent. Die politische Situation führte zu Unsicherheiten, die die Anleger in Deutschland und Europa vor große Herausforderungen stellten. Laut Moritz Kraemer, Chefvolkswirt der LBBW, könnte die politische Entwicklung in den USA die ohnehin angeschlagene deutsche Wirtschaft weiter belasten, wobei jedoch die Möglichkeit zu Neuwahlen Chancen für eine Erholung biete.

Der ING-Marktexperte Christian Zoller betonte, dass der November üblicherweise ein bullisher Börsenmonat sei, doch die Wiederwahl Trumps könnte in Europa für zusätzlichen Gegenwind sorgen. Die fragile politische Lage in Deutschland, hervorgerufen durch das Ende der Ampel-Koalition, trage zur Verunsicherung bei. Jürgen Molnar, Anlagestratege beim Brokerhaus RoboMarkets, sieht die Anleger im Spannungsfeld zwischen der Aussicht auf eine mögliche Besserung der Stimmung nach dem Regierungswechsel in Deutschland und den protektionistischen Maßnahmen, die in den USA erwartet werden.

Die enttäuschende Größe des Konjunkturprogramms in China belastete zusätzlich die Kauflaune. Die chinesische Regierung beschloss ein Paket zur Umschuldung von lokalen Schulden, dessen Umfang jedoch geringer ausfiel als von den Märkten erwartet. Stephen Innes von SPI Asset Management äußerte Zweifel, ob das Programm ausreiche, um die möglicherweise verschärfte US-Handelspolitik auszugleichen. Ein Rückgang der chinesischen Wirtschaft könnte negative Folgen für die ohnehin schwache deutsche Konjunktur haben.

An den US-Börsen setzte sich hingegen der Aufwärtstrend fort. Der Dow Jones überschritt erstmals die Marke von 44.000 Punkten, während der S&P 500 ebenfalls leicht zulegte. Der Sieg Trumps hat zur Wochenmitte für eine Rally gesorgt, da Investoren auf Steuersenkungen und Deregulierung spekulieren. Die US-Notenbank Fed senkte den Leitzins um 0,25 Prozentpunkte, was für etwas Unterstützung am Markt sorgte.

Im DAX gehörten Chemiewerte zu den größten Verlierern, insbesondere die BASF-Aktien. Im MDAX führten Lanxess und Wacker Chemie die Liste der Verlierer an, während Redcare Pharmacy nach einer optimistischeren Einschätzung durch das Analysehaus Kepler Cheuvreux die größte Gewinnerposition einnahm. In der Zwischenzeit kam es in den USA zu weiteren Unternehmensnachrichten: Der Flugzeugbauer Boeing kündigte nach einem Streik einen Stellenabbau an, während der japanische Konzern Sony von einem Gewinnsprung profitierte, angetrieben durch die hohe Nachfrage nach seiner PlayStation.

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