Börsen unter Druck vor US-Wahlen
Der tägliche Marktbericht von Aktien.news

Die DAX-Korrektur setzte sich fort, während an den Finanzmärkten weiterhin Unsicherheit vor den anstehenden US-Wahlen herrscht. Der deutsche Leitindex fiel erneut und beendete den Handelstag bei 19.077 Punkten, was einem Verlust von 0,77 Prozent entspricht. Bereits am Vortag hatte der DAX 1,1 Prozent verloren. Mit einem Tagestief von 19.004 Punkten konnte er sich jedoch über der wichtigen Marke von 19.000 Punkten behaupten.
Die Marktbewegungen zeigen eine deutliche Korrektur, nachdem der DAX kürzlich knapp an einem neuen Rekordhoch gescheitert war. Stattdessen orientieren sich die Anleger nun an einer runden Marke, die 1.000 Punkte unter der 20.000-Punkte-Grenze liegt. Auch der MDAX verzeichnete einen Rückgang von 1,14 Prozent und schloss bei 26.326 Punkten. Analysten, darunter Christian Henke vom Broker IG, verweisen auf Faktoren wie die starken Konjunkturdaten aus den USA und die gestiegene Inflation in der Eurozone, die eine Zinssenkung erschweren könnten. Diese Unsicherheiten veranlassen viele Anleger, sich aus dem Markt zurückzuziehen.
Gute Quartalsergebnisse aus dem Technologiesektor in den USA konnten den Märkten keine Unterstützung bieten. Sowohl die Wall Street als auch der DAX zeigten Schwäche, wobei Meta und <a class="tvreplink" target="_blank" href="https://de.tradingview.com/symbols/Nasdaq%3AMSFT">Microsoft trotz positiver Berichte mit Kursverlusten konfrontiert waren. Jürgen Molnar von Robo Markets deutet dies als Zeichen dafür, dass der Markt eine Korrektur benötigt. Unterdessen konnte die Aktie von Airbus, gestützt durch solide Quartalsergebnisse, gegen den Trend leicht zulegen.
Die Inflationsentwicklung bleibt ein zentrales Thema für Investoren. Die Inflation in der Eurozone stieg im Oktober überraschend stark um 2,0 Prozent, was erneut Fragen zur Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) aufwirft. Ulrike Kastens von der DWS erwartet jedoch, dass die EZB ihren Zinssenkungskurs fortsetzt, da der Anstieg der Inflation erwartet wurde. Christine Lagarde, Präsidentin der EZB, sieht das Ziel im Kampf gegen die Inflation zwar in Sicht, jedoch nicht als vollständig erreicht an.
Auch in den USA zeigt die Inflation einen Rückgang. Im September stiegen die Verbraucherpreise laut dem PCE-Index nur noch um 2,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, dem niedrigsten Stand seit dreieinhalb Jahren. Die sinkenden Lebenshaltungskosten könnten dabei eine Rolle bei der bevorstehenden US-Präsidentschaftswahl spielen.
