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US-Wahl sorgt für Nervosität am Aktienmarkt

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US-Wahl sorgt für Nervosität am Aktienmarkt

Der Aktienmarkt in Deutschland zeigte sich gestern angesichts der bevorstehenden US-Präsidentschaftswahl nervös und verhalten. Der DAX verzeichnete einen Rückgang und schloss bei 19.147 Punkten, was einem Minus von 0,56 Prozent entspricht. Die Anleger hielten sich vor der Wahl, die heute stattfindet, mit größeren Engagements zurück. Auch der MDAX der mittelgroßen Unternehmen notierte schwächer und schloss bei 26.417 Punkten. Die Schwankungsbreite des DAX blieb insgesamt gering, das Tageshoch erreichte lediglich 19.286 Punkte. In den USA zeigte sich die Wall Street ebenfalls angespannt, wobei die großen Indizes Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 im Tagesverlauf Verluste verzeichneten. Der Dow Jones verlor etwa 0,8 Prozent, während die Nasdaq und der S&P 500 um rund 0,4 Prozent nachgaben. Die Unsicherheit über das Wahlergebnis, bei dem entweder Amtsinhaber Donald Trump oder die demokratische Kandidatin Kamala Harris ins Weiße Haus einziehen könnten, führt bei den Investoren zu Nervosität. Besonders deutsche Unternehmen, die in den USA tätig sind, fürchten mögliche negative Folgen für ihre Geschäfte unter einer Trump-Regierung. Parallel zur Wahlentscheidung steht diese Woche auch die Bekanntgabe der Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed an. Es wird allgemein mit einer leichten Zinssenkung gerechnet, wobei die weitere Entwicklung der Zinspolitik von großer Bedeutung für die Märkte ist. Die Fed-Sitzung wurde eigens um einen Tag verschoben, um eine Überschneidung mit der Wahl zu vermeiden. Neben der US-Wahl und der FED-Entscheidung sorgt die laufende Berichtssaison in Deutschland für zusätzliche Spannung. Diese Woche legen unter anderem Unternehmen wie Zalando und die Commerzbank ihre Quartalszahlen vor. An den Rohstoffmärkten verzeichnete der Goldpreis zuletzt einen leichten Rückgang und notierte bei 2.736 Dollar je Feinunze, nachdem er in der Vorwoche ein Rekordhoch erreicht hatte. Am Ölmarkt hingegen stiegen die Preise deutlich an, da die OPEC+ ihre geplante Produktionssteigerung auf Dezember verschoben hat. Diese Entscheidung ließ den Preis für die Nordseesorte Brent um 2,5 Prozent ansteigen. Auch der Euro zeigte sich vor der Wahl stabil und legte gegenüber dem Dollar um gut 0,5 Prozent auf 1,0890 Dollar zu. Die jüngsten Umfragen zur Wahl scheinen die Überzeugung mancher Anleger, auf einen Sieg Trumps zu setzen, erschüttert zu haben, was den Dollar unter Druck setzte. Unter den deutschen Aktien fielen heute besonders Porsche AG und Qiagen positiv auf, während Süss Microtec im SDAX von einer Produktionsausweitung in Taiwan profitierte.

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