Spannung an den Märkten durch US-Wahl beeinflusst
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Die US-Präsidentschaftswahl hat die Aufmerksamkeit der Finanzmärkte weltweit erregt und dominiert auch den deutschen Aktienmarkt. Der DAX schwankte am Wahltag zunächst zwischen leichten Gewinnen und Verlusten, bevor er im späten Handel sein Tageshoch erreichte und mit einem Plus von 0,57 Prozent bei 19.256 Punkten schloss. Analysten erwarten eine erhöhte Volatilität in den kommenden Tagen, da die endgültige Auszählung der Stimmen möglicherweise mehrere Wochen in Anspruch nehmen könnte.
In den Vereinigten Staaten herrscht weiterhin ein enges Rennen zwischen den Kandidaten Kamala Harris und Donald Trump, die in den Umfragen nahezu gleichauf liegen. Die Wall Street verzeichnete am Wahltag Kursgewinne, wobei der Dow-Jones-Index auf bis zu 41.905 Punkte und der S&P 500 auf 5.743 Punkte anstieg. Der Technologieindex Nasdaq verzeichnete ebenfalls einen leichten Zuwachs und erreichte 18.320 Punkte. Finanzexperten sehen Trump als Favoriten der Börsen aufgrund seiner wirtschaftsfreundlicheren Politik, die auf Deregulierung und Steuererleichterungen setzt. Marktanalysten erwarten zudem, dass die Märkte ein Ergebnis mit einem gespaltenen Kongress bevorzugen, da dies politische Kompromisse fördert.
Auch Kryptowährungen profitierten von der Situation, da viele Anleger auf einen Sieg Trumps setzen. Bitcoin und Ether legten jeweils um mehr als vier Prozent zu und erreichten Höchststände nahe 70.000 Dollar für Bitcoin. Die sogenannten „Trump-Trades“, bei denen Investoren auf eine Rückkehr des Republikaners ins Weiße Haus spekulieren, treiben den Markt für digitale Währungen an.
Derweil meldet der deutsche Automobilkonzern Audi einen massiven Gewinneinbruch im dritten Quartal. Das Betriebsergebnis fiel um 91 Prozent auf 106 Millionen Euro, was auf eine schwierige gesamtwirtschaftliche Lage und hohe Kosten infolge einer Werksschließung zurückgeführt wird. Auch die Nachfrage nach Elektroautos ist in Deutschland rückläufig, während Plug-in-Hybride weiterhin gefragt sind. Im Oktober wurden rund fünf Prozent weniger Elektroautos zugelassen als im Vorjahresmonat, während die Zulassungen für Hybride um 18 Prozent stiegen.
International sorgt die Luftfahrtindustrie für Schlagzeilen: Die italienische Regierung und Lufthansa streiten über den Kaufpreis für die ITA Airways, während der Frankfurter Flughafen nach der Pandemie weiterhin hinter den Passagierzahlen von 2019 zurückbleibt. Außerdem sieht sich der Streamingdienst Netflix in Europa mit Durchsuchungen seiner Büros konfrontiert, ausgelöst durch den Verdacht auf Steuerbetrug und Schwarzarbeit.
