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DAX startet schwächer: 100-Tage-Linie und 25.000 Punkte im Visier

DAX startet schwächer – 100-Tage-Linie und 25.000 Punkte im Fokus der Anleger

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DAX startet schwächer: 100-Tage-Linie und 25.000 Punkte im Visier

Der deutsche Leitindex startet mit weiteren Verlusten in den Handelstag. Der Broker IG taxierte den DAX vor dem Xetra-Start 0,2 Prozent tiefer auf 25.395 Punkte. Damit setzt sich die jüngste Schwächephase fort – der Index hatte am Vortag bereits 0,5 Prozent auf 25.440 Zähler verloren.

Aus charttechnischer Sicht rückt nun die 100-Tage-Linie in den Fokus. Der gleitende Durchschnitt verläuft aktuell bei 25.230 Punkten. Sollte diese Unterstützung fallen, wäre der Weg frei bis zur psychologisch wichtigen Marke von 25.000 Zählern. Ein Szenario, das Anleger nicht ignorieren sollten.

Belastungsfaktoren: Ölpreis und KI-Sorgen

Zwei Haupttreiber belasten die Stimmung der Investoren: der steigende Ölpreis und neue Bedenken rund um die Risiken Künstlicher Intelligenz (KI). Am Rohstoffmarkt verteuerte sich die Nordseesorte Brent um 1,6 Prozent auf 107,40 Dollar je Barrel. Das US-Öl WTI legte sogar um 1,7 Prozent auf 103,15 Dollar zu. Höhere Energiepreise dämpfen die Konjunkturerwartungen und erhöhen den Inflationsdruck.

Ulrich Stephan, Chefanlagestratege für Privat- und Firmenkunden bei der Deutschen Bank, gibt einen vorsichtigen Ausblick: "Für die kommenden Wochen dürfte das Marktumfeld herausfordernd bleiben: Geopolitische Risiken, höhere Energiepreise, die Belastbarkeit des KI-Investitionszyklus und Schwankungen an den Anleihemärkten könnten die Anlegerstimmung wiederholt auf die Probe stellen."

Der DAX hatte im August erstmals die Marke von 26.600 Punkten übersprungen. Seitdem hat sich der Index um mehr als eintausend Punkte von seinem Rekordhoch entfernt. Die Lage bleibt angespannt: Der Inflationsdruck steigt, zahlreiche Notenbanken reagieren mit Zinserhöhungen. Höhere Zinsen belasten Aktienmärkte und bremsen die Konjunktur.

Fed-Zinsentscheidung im Fokus der Anleger

Mit Spannung erwarten die Marktteilnehmer die morgige Zinssitzung der US-Notenbank Federal Reserve. Die Mehrheit der Anleger und Experten rechnet mit einer Zinserhöhung. "Die US-Verbraucherpreise haben die Erwartung einer Anhebung der Leitzinsspanne durch die Fed gefestigt", schreiben die Experten der Dekabank. Entscheidend wird sein, ob es bei einer einmaligen Anhebung in diesem Jahr bleibt oder weitere Schritte folgen.

Die Vorgaben aus den USA fallen schwach aus. Warnungen vor KI-Risiken und gestiegene Anleiherenditen drückten die großen Indizes am Montag ins Minus. Der Dow Jones verlor 0,3 Prozent auf 52.421 Punkte. Der technologielastige Nasdaq gab 0,6 Prozent auf 26.186 Zähler nach. Der breit gefasste S&P 500 büßte 0,5 Prozent auf 7.620 Punkte ein.

Anleihemarkt sendet Krisensignal

Ein weiteres Warnsignal kommt vom Anleihemarkt. Die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihen überstieg kurzzeitig die Marke von fünf Prozent – das erste Mal seit 2023. "Dass die zehnjährige Rendite über fünf Prozent steigt, ist enorm und spricht Bände", kommentierte Jake Dollarhide, Chef der Vermögensverwaltung Longbow Asset Management. Dies könnte die Fed unter Druck setzen, die Zinsen mehr als nur einmal anzuheben.

Für Anleger bleibt die Lage damit angespannt. Die Kombination aus steigenden Energiepreisen, Inflationssorgen und der Unsicherheit über den weiteren Zinspfad der Notenbanken dürfte den DAX kurzfristig belasten. Die charttechnischen Unterstützungen bei 25.230 und 25.000 Punkten werden in den kommenden Tagen auf die Probe gestellt.

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