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CVS Health plant Aufspaltung in zwei börsennotierte Unternehmen

Der Gesundheitsgigant will bis 2028 Aetna und das Apothekengeschäft trennen und damit eine der größten Transaktionen der 2010er-Jahre rückgängig machen.

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CVS Health plant Aufspaltung in zwei börsennotierte Unternehmen

CVS Health wird sein weit verzweigtes Gesundheitsgeschäft aufspalten. Der US-Gesundheitskonzern kündigte am Mittwoch an, bis zum Jahr 2028 in zwei eigenständige börsennotierte Unternehmen aufgeteilt zu werden. Mit dem Schritt macht der Konzern eine der bedeutendsten Transaktionen im Gesundheitswesen der 2010er-Jahre rückgängig.

Die Aufteilung folgt einer klaren Linie. Das künftige Unternehmen CVS Health bündelt den Krankenversicherungszweig Aetna sowie das Geschäft mit Arzneimittelleistungen, das sogenannte Pharmacy-Benefits-Geschäft. Die zweite Gesellschaft, CVS Pharmacy, wird den Einzelhandel und die Apotheken betreiben. Beide Teile sollen künftig separat an der Börse notiert sein.

Die Entscheidung überraschte Analysten. Sie bedeutet eine grundlegende Neuausrichtung eines Konzerns, der bislang Versicherung, Arzneimittelmanagement und Einzelhandel unter einem Dach vereinte. Für den Markt ist der Schritt deshalb bemerkenswert, weil er die Logik des Zusammenschlusses aus dem vergangenen Jahrzehnt infrage stellt.

Der Konzern trennt Versicherung und Apothekengeschäft

Mit der geplanten Aufspaltung entstehen zwei Unternehmen mit sehr unterschiedlichen Geschäftsmodellen. Aetna steht für das klassische Krankenversicherungsgeschäft, bei dem Prämieneinnahmen und Risikosteuerung im Mittelpunkt stehen. Das Pharmacy-Benefits-Geschäft verwaltet dagegen Arzneimittelpläne und verhandelt mit Herstellern und Apotheken über Preise und Erstattungen.

Der Einzelhandels- und Apothekenbereich, der künftig unter CVS Pharmacy firmiert, ist dagegen stark von Standorten, Kundenfrequenz und dem Verkauf von Medikamenten und Gesundheitsprodukten geprägt. Diese Bereiche verfolgen unterschiedliche Margen- und Wachstumslogiken, was die Aufteilung aus Sicht des Managements nahelegt.

Die Aufspaltung kehrt eine Transaktion der 2010er-Jahre um

Der geplante Schritt macht eine der bedeutendsten Transaktionen im Gesundheitswesen der 2010er-Jahre rückgängig. Damals hatte CVS Health sein Geschäft durch den Zusammenschluss mit Aetna deutlich erweitert und damit Versicherung und Arzneimittelversorgung unter einem Konzerndach vereint. Diese Verbindung wird nun wieder aufgelöst.

Für deutsche Anleger ist der Vorgang vor allem deshalb interessant, weil er einen breiteren Trend im US-Gesundheitssektor spiegelt. Große Konglomerate stehen zunehmend unter Druck, ihre Geschäfte zu fokussieren und Investoren klarere Bewertungsmaßstäbe zu liefern. Eine Aufspaltung kann dabei helfen, unterschiedliche Geschäftsbereiche getrennt zu bewerten.

Für Anleger entstehen zwei getrennte börsennotierte Titel

Nach Abschluss der Transaktion im Jahr 2028 sollen Anleger Zugang zu zwei eigenständigen Unternehmen haben. Der eine Titel bündelt Versicherung und Arzneimittelleistungen, der andere den Einzelhandel und die Apotheken. Damit können Investoren künftig gezielter entscheiden, welches Geschäftsmodell sie im Portfolio halten möchten.

Bis zur vollständigen Umsetzung bleibt jedoch abzuwarten, wie die Aufteilung im Detail ausgestaltet wird. Der Konzern hat bislang nur den grundsätzlichen Rahmen und den Zeithorizont bis 2028 genannt. Weitere Einzelheiten zur Struktur, zur Kapitalausstattung und zur Börsennotierung der beiden Unternehmen stehen noch aus.

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