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Mexikos Inflation steigt im August erstmals seit fünf Monaten

Jahresrate erreicht 3,26 Prozent, Kerninflation gibt leicht nach.

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Mexikos Inflation steigt im August erstmals seit fünf Monaten

Die jährliche Inflationsrate in Mexiko ist im August erstmals seit fünf Monaten gestiegen. Wie offizielle Daten vom Mittwoch zeigen, erreichte die Teuerung 3,26 Prozent, nachdem sie im Juli noch bei 3,12 Prozent gelegen hatte. Damit blieb der Wert leicht hinter den Prognosen zurück: Eine Reuters-Umfrage hatte einen Anstieg auf 3,3 Prozent erwartet, die Schätzung von Bloomberg-Analysten lag ebenfalls bei 3,30 Prozent.

Im Monatsvergleich stiegen die Verbraucherpreise um 0,20 Prozent, nach einem Anstieg von 0,03 Prozent im Vormonat. Auch hier blieben die Daten unter der Markterwartung von 0,25 Prozent. Die mexikanische Notenbank Banxico verfolgt ein Inflationsziel von 3 Prozent, toleriert jedoch eine Abweichung von plus/minus einem Prozentpunkt.

Kerninflation setzt Abwärtstrend fort

Ein differenzierteres Bild zeigt die Kerninflation, die volatile Lebensmittel- und Energiepreise ausklammert. Diese verzeichnete einen Rückgang auf 3,88 Prozent im Jahresvergleich, verglichen mit 3,95 Prozent im Juli. Auch hier lagen die Werte unter den Prognosen von Reuters (3,93 Prozent) und Bloomberg (3,92 Prozent). Auf Monatsbasis stieg der Kernindex um 0,16 Prozent, was unter dem Vormonatswert von 0,23 Prozent und der Markterwartung von 0,20 Prozent liegt.

Die mexikanische Zentralbank (Banxico) hatte ihren Leitzins bei der August-Sitzung bei 6,5 Prozent belassen. Als Gründe für das Festhalten an diesem Kurs nannte die Notenbank den anhaltenden Preisdruck im Dienstleistungssektor sowie globale Risiken durch den Konflikt im Nahen Osten, die sich auf Energiekosten und Lieferketten auswirken könnten.

Zentralbank bleibt vorsichtig

Aus den Protokollen der Sitzung geht hervor, dass die Währungshüter zwar durch den jüngsten Rückgang der Kerninflation ermutigt sind, jedoch noch nicht von einer ausreichend breiten und dauerhaften Erholung überzeugt sind. Experten werten die aktuellen Daten als Bestätigung für den vorsichtigen geldpolitischen Ansatz der Banxico.

Die August-Zahlen bieten den Zentralbankern kaum Spielraum für eine Lockerung und dürften die Pläne, die Zinssätze kurzfristig stabil zu halten, nicht verändern. Für Anleger bedeutet dies, dass die mexikanische Notenbank vorerst an ihrem restriktiven Kurs festhalten wird, um die Inflation nachhaltig in Richtung des Zielkorridors zu führen.

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