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China-Wachstum trifft auf Trump-Zölle: Neue Handelskrise

Chinas Wirtschaft wächst 2025 um solide 5 Prozent, doch neue Zolldrohungen aus den USA auf EU-Staaten wegen Grönland erschüttern die Märkte. Gold erreicht Rekordhochs.

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China-Wachstum trifft auf Trump-Zölle: Neue Handelskrise

Chinas Wirtschaft hat im Jahr 2025 trotz anhaltender Handelsspannungen mit den USA ein robustes Wachstum von 5 Prozent verzeichnet. Das Bruttoinlandsprodukt expandierte inflationsbereinigt exakt im Rahmen des offiziellen Ziels Pekings, wie das Nationale Statistikamt mitteilte. Getragen wurde das Wachstum vor allem durch widerstandsfähige Exporte.

Viertes Quartal schwächer als erwartet

Im vierten Quartal 2025 verlangsamte sich die Dynamik jedoch spürbar. Das BIP legte im Jahresvergleich nur noch um 4,5 Prozent zu – die niedrigste Wachstumsrate seit drei Jahren. Gegenüber dem Vorquartal mit 4,8 Prozent bedeutet dies eine deutliche Abschwächung. Auf Quartalsbasis wuchs die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt mit 1,2 Prozent leicht über den Markterwartungen von 1,1 Prozent.

Für 2026 wird erneut ein Wachstumsziel von 5 Prozent erwartet, obwohl Peking mit erheblichen Herausforderungen konfrontiert ist: verschärfte Handelskonflikte mit den USA, schwache Konsumausgaben und eine anhaltende Immobilienkrise belasten die Konjunktur.

Trump droht mit Grönland-Zöllen

Die positiven chinesischen Wirtschaftsdaten wurden von einer neuen Eskalation im Handelskonflikt überschattet. US-Präsident Donald Trump kündigte an, Zölle von 10 Prozent auf acht EU-Mitglieder zu erheben – darunter Deutschland, Frankreich und die Niederlande – bis die USA Grönland kaufen könnten. Bei Scheitern des Kaufs drohte er mit einer Erhöhung auf 25 Prozent.

Die Ankündigung löste heftige Marktreaktionen aus. Dow-Futures fielen um 0,8 Prozent, S&P 500-Futures um 1,0 Prozent und Nasdaq 100-Futures um 1,3 Prozent. Analysten von ING bezeichneten die Drohung als Eskalation "in eine völlig neue Dimension – eine, die weniger von wirtschaftlicher Logik als vielmehr von politischen Motiven angetrieben wird".

EU bereitet Vergeltungsmaßnahmen vor

Europäische Staats- und Regierungschefs reagierten entschlossen. Für Donnerstag ist ein Notfallgipfel in Brüssel angesetzt, bei dem verschiedene Gegenmaßnahmen diskutiert werden sollen. Im Gespräch sind Zölle auf US-Importe im Wert von 93 Milliarden Euro sowie das sogenannte "Anti-Zwangsinstrument", das den US-Zugang zu Investitionen und Bankgeschäften einschränken könnte.

Europäische Staaten bezeichneten Trumps Vorgehen als "Erpressung". EU-Beamte signalisierten, dass ein im Vorjahr geschlossenes Handelsabkommen mit Washington unter diesen Umständen nicht ratifiziert werden könne. "Es gibt keine Zoll- oder Handelssicherheit mehr", kommentierten ING-Analysten.

Gold auf Rekordhoch, Öl unter Druck

Die Unsicherheit trieb Anleger in sichere Häfen. Spotgold stieg um 1,6 Prozent auf 4.667 Dollar je Unze, nachdem zuvor ein Rekordhoch von 4.690 Dollar erreicht wurde. US-Gold-Futures kletterten sogar auf 4.697 Dollar. Silber profitierte ebenfalls und erreichte mit 94,03 Dollar je Unze ein neues Allzeithoch – ein Plus von über 4 Prozent.

Ölpreise gaben hingegen nach. Brent-Futures fielen um 0,1 Prozent auf 59,74 Dollar je Barrel, WTI-Rohöl sank auf 55,95 Dollar. Zuvor hatten Spannungen im Iran die Preise gestützt, doch Trumps Aussage, es werde keine unmittelbare militärische Intervention geben, beruhigte die Märkte wieder.

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