China übertrifft Erwartungen: Industrieproduktion wächst um 6,3 Prozent
Starke Wirtschaftsdaten aus Peking: Industrie, Einzelhandel und Investitionen übertreffen im Januar und Februar die Prognosen deutlich.

Chinas Wirtschaft hat zum Jahresauftakt positiv überrascht. Die Industrieproduktion stieg in den Monaten Januar und Februar 2025 um 6,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum – eine deutliche Beschleunigung gegenüber dem Dezemberwert von 5,2 Prozent. Analysten hatten laut einer Reuters-Umfrage lediglich ein Plus von 5,0 Prozent erwartet.
Die Daten wurden vom Nationalen Statistikamt (NBS) in Peking veröffentlicht. China fasst die Zahlen für Januar und Februar traditionell zusammen, um Verzerrungen durch das chinesische Neujahrsfest zu vermeiden. Das Ergebnis signalisiert eine robuste Erholung der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt.
Konsum und Investitionen ebenfalls im Aufwind
Auch die Einzelhandelsumsätze, ein Schlüsselindikator für die Binnennachfrage, entwickelten sich besser als erwartet. Sie legten in den ersten beiden Monaten um 2,8 Prozent zu, nach einem mageren Plus von nur 0,9 Prozent im Dezember. Ökonomen hatten im Schnitt lediglich 2,5 Prozent prognostiziert.
Besonders überraschend fiel die Entwicklung bei den Anlageinvestitionen aus. Diese weiteten sich um 1,8 Prozent aus, während Analysten einen Rückgang von 2,1 Prozent befürchtet hatten. Zum Vergleich: Im Gesamtjahr 2024 waren die Anlageinvestitionen noch um 3,8 Prozent gesunken.
Für deutsche Anleger und Exporteure sind die chinesischen Konjunkturdaten von hoher Relevanz. China ist einer der wichtigsten Handelspartner Deutschlands, und eine anziehende Binnennachfrage könnte die Nachfrage nach deutschen Investitionsgütern und Konsumprodukten stützen. Die besser als erwarteten Daten dürften die Stimmung an den asiatischen Märkten zunächst stützen.
