Capricorn Energy stimmt überarbeiteten DNO-Übernahmebedingungen zu
Londoner Ölkonzern akzeptiert neues Barangebot der Norweger über 396 Millionen Dollar.

Das in London notierte Unternehmen Capricorn Energy (LON: CNE) hat am Donnerstag überarbeitete Bedingungen für ein Übernahmeangebot der norwegischen Ölgesellschaft DNO (OSE: DNO) in Höhe von 396 Millionen Dollar vereinbart. Die neuen Konditionen sehen eine Barzahlung von 5,214 Dollar pro Capricorn-Aktie vor.
Der ursprüngliche Vorschlag von DNO hatte 4,224 Dollar in bar sowie 0,99 Dollar an Dividendenzahlungen umfasst. Mit der nun erzielten Einigung erhöht DNO den Baranteil deutlich und verzichtet auf die Dividendenzahlung als Teil der Transaktion.
Capricorn hatte den initialen Vorschlag von DNO bereits Anfang des Monats akzeptiert. Dies führte dazu, dass der konkurrierende Bieter Genel Energy (LON: GENL) seine Teilnahme am Übernahmegefecht zurückzog. Genel war zuvor ebenfalls an einer Übernahme von Capricorn interessiert gewesen.
Hintergrund des Bieterwettstreits
Die Übernahmeschlacht um Capricorn Energy hatte in den vergangenen Wochen für Aufsehen im Ölsektor gesorgt. DNO und Genel Energy lieferten sich ein Ringen um den britischen Ölkonzern, das letztlich mit dem Rückzug von Genel endete.
DNO ist als operativer Partner mit Genel im kurdischen Teil Iraks tätig. Die beiden Unternehmen arbeiten dort gemeinsam in der Ölförderung. Das norwegische Unternehmen hatte zuvor bereits versucht, Genel zu übernehmen, bevor es in den Wettbewerb um die Übernahme von Capricorn einstieg.
Bewertung der Transaktion
Mit dem überarbeiteten Angebot von 5,214 Dollar pro Aktie in bar bewertet DNO Capricorn Energy mit insgesamt rund 396 Millionen Dollar. Die Transaktion erfolgt vollständig in bar, was den Aktionären von Capricorn eine sofortige Liquidität bietet.
Für DNO stellt die Übernahme einen strategischen Schritt dar, um die eigene Position im Öl- und Gassektor auszubauen. Das norwegische Unternehmen ist bereits in der Nordsee sowie im Nahen Osten aktiv.
Die endgültige Zustimmung der Aktionäre von Capricorn Energy steht noch aus. Sollte die Übernahme wie geplant vollzogen werden, würde Capricorn Energy vom Londoner Börsenplatz verschwinden und in den Besitz des norwegischen Konzerns übergehen.
Für deutsche Anleger ist die Transaktion insofern relevant, als dass Capricorn Energy auch an deutschen Handelsplätzen notiert ist. Die überarbeiteten Konditionen könnten den Druck auf andere Ölkonzerne erhöhen, ebenfalls über Konsolidierungsmöglichkeiten nachzudenken.
