Canyon Resources sichert Schienen- und Hafeninfrastruktur für Kamerun-Bauxitprojekt
Mit zwei strategischen Investitionen in Camrail und den Hafen von Douala stärkt Canyon Resources seine Logistikkette für das Minim-Martap-Projekt.

Canyon Resources hat über seine Tochtergesellschaft Camalco Cameroon zwei bedeutende strategische Investitionen in die kamerunische Transport- und Hafeninfrastruktur getätigt. Im Mittelpunkt steht die Aufstockung der Beteiligung am wichtigsten Eisenbahnunternehmen des Landes, Camrail, von 9,1 % auf 26,9 % – finanziert durch eine Barzahlung von rund 23,8 Millionen Australischen Dollar. Diese Transaktion folgt auf die erste Investition von Canyon in den Schienennetz-Betreiber im ersten Quartal 2025 und soll im zweiten Quartal dieses Jahres nach der behördlichen Registrierung der neu erworbenen Anteile in Kamerun abgeschlossen werden.
Die erhöhte Beteiligung an Camrail soll die Fähigkeit des Unternehmens stärken, eng über die Entwicklungen im Zusammenhang mit der PQ2-Schienenmodernisierung informiert zu bleiben und aktiv daran mitzuwirken. Gleichzeitig sichert sich Canyon damit rechtzeitige Transportkapazitäten für Bauxit. Das verstärkte Engagement verbessert nach Unternehmensangaben die Aufsicht, Koordination und strategische Abstimmung mit dem Bauxitprojekt Minim Martap und sichert die Logistikkette von der Mine bis zum Hafen weiter ab.
Strategische Hafenbeteiligung in Douala
Zur weiteren Absicherung der Logistik hat Canyon über Camalco zusätzlich rund 800.000 Australische Dollar in das Terminal Bois du Port de Douala investiert und damit eine Beteiligung von 42,8 % am Betreiber des Hafens von Douala erworben. Diese Investition ergänzt ein bestehendes Hafenzugangsabkommen, das Canyon das Recht einräumt, Bauxit und Tonerde zu exportieren sowie für den Bergbaubetrieb in Minim Martap wesentliche Rohstoffe zu importieren.
Das Abkommen gewährt Canyon zudem Zugang zum Terminal, um wichtige Logistiklösungen in Bezug auf Standortpläne, Bauanforderungen und erwartete Produktionskennzahlen zu bewerten und zu optimieren. Ziel ist ein nahtloses Infrastrukturnetz von der Mine bis zum Hafen.
Canyon-CEO Peter Secker kommentierte die Schritte wie folgt: „Durch die Erhöhung unserer Beteiligung an Camrail auf 26,9 % und die Durchführung einer strategischen Investition von 42,8 % in das Terminal Bois du Port de Douala sichert sich Canyon direkten Einfluss auf die kritische Schienen- und Hafeninfrastruktur, die unsere Geschäftstätigkeit stützt." Secker ergänzte: „Diese Initiativen verbessern die Koordination erheblich, erhöhen die operative Sicherheit und reduzieren die Risiken unserer Logistik von der Mine bis zum Hafen auf dem Weg zur unmittelbar bevorstehenden Produktion spürbar."
Probeabbau und erste Lieferungen im Fokus
Parallel zu den Infrastrukturinvestitionen schreitet das operative Geschäft in Minim Martap voran. Im April wurde ein Surface Miner für den Beginn des Probeabbaus auf dem Daniel-Plateau mobilisiert. Damit sollen Bauxitvorräte in der Mine, der Binnenbahnanlage (IRF) und im Hafen angelegt werden, bevor Ende des dritten Quartals die erste Bauxiterzlieferung erfolgt.
Die Gleisverlegung an der Binnenbahnanlage sowie umfangreiche Erdarbeiten im Hafen von Douala haben bereits begonnen, um den Bahnbetrieb vorzubereiten und die Lagerung von Bauxiterzen vor der ersten Verschiffung zu ermöglichen. Die ersten sieben Lokomotiven werden voraussichtlich Ende des zweiten Quartals im Hafen von Douala eintreffen, gefolgt von den Eisenbahnwaggons im Juli – noch vor der ersten Bauxiterzlieferung Ende September.
Abnehmer und Machbarkeitsstudie
Canyon steht weiterhin in Kontakt mit mehreren potenziellen Abnahmepartnern. Das Unternehmen strebt den Abschluss von Vereinbarungen nach Beendigung der ersten Bauxitlieferungen an, um die hohe Qualität und Reinheit der Erzreserven von Minim Martap nachzuweisen. Die Reserven bestehen zu 51 % aus Tonerde und zu etwa 2 % aus Siliziumdioxid – Werte, die auf dem globalen Bauxitmarkt als qualitativ hochwertig gelten.
Die Machbarkeitsstudie für eine geplante wertschöpfende Tonerde-Raffinerie soll bis zum dritten Quartal abgeschlossen sein. Damit verfolgt Canyon eine integrierte Strategie, die von der Rohstoffgewinnung über den Transport bis zur Weiterverarbeitung reicht und das Projekt langfristig wettbewerbsfähig positionieren soll.
