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Brasilianische Aktien steigen: Bovespa legt um 0.54 Prozent zu

Der brasilianische Leitindex Bovespa schließt mit einem Plus von 0.54 Prozent, getragen von Gewinnen bei Versorgern, Strom und Konsumwerten.

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Brasilianische Aktien steigen: Bovespa legt um 0.54 Prozent zu

Die brasilianischen Aktienmärkte sind am Freitag nach Börsenschluss gestiegen. Gewinne in den Sektoren Öffentliche Versorgung, Stromversorgung und Konsum trieben die Kurse nach oben. Zum Schluss der Handelssession in São Paulo legte der Leitindex Bovespa um 0.54 Prozent zu. Der Handel an der Börse B3 endete damit für Anleger in Brasilien freundlich.

Zu den stärksten Werten der Sitzung zählte Magazine Luiza SA (BVMF: MGLU3). Die Aktie stieg um 6.93 Prozent beziehungsweise 0.72 Punkte und schloss bei 11.06. Ebenfalls deutlich im Plus lag Sendas Distribuidora SA (BVMF: ASAI3), die um 4.22 Prozent oder 0.52 Punkte auf 12.84 zulegte. Auch Petroleo Brasileiro Pref (BVMF: PETR4) gehörte zu den Gewinnern und kletterte im späten Handel um 4.04 Prozent, was einem Anstieg von 2.32 Punkten auf 59.24 entspricht.

Auf der Verliererseite standen dagegen Companhia Siderurgica Nacional (BVMF: CSNA3). Die Aktie fiel um 3.51 Prozent beziehungsweise 0.21 Punkte und schloss bei 5.77. Vivara Participacoes SA (BVMF: VIVA3) sank um 3.09 Prozent oder 0.85 Punkte auf 26.59. Hapvida Participacoes e Investimentos (BVMF: HAPV3) verzeichnete einen Rückgang um 2.70 Prozent, was 0.23 Punkten entspricht, und beendete den Handel bei 8.33.

Gemischtes Bild bei der Marktbreite

Trotz des Indexanstiegs zeigte sich die Marktbreite an der Börse B3 schwach. So gab es mehr fallende als steigende Aktien, während 50 Werte unverändert blieben. Für Privatanleger ist dies ein Hinweis darauf, dass die positive Entwicklung des Bovespa vor allem von einzelnen Schwergewichten getragen wurde und nicht von einer breiten Aufwärtsbewegung.

Bemerkenswert ist die Entwicklung der Aktien von Petroleo Brasileiro Pref (BVMF: PETR4), die auf Allzeithochs stiegen und um 4.04 Prozent beziehungsweise 2.32 Punkte auf 59.24 gewannen. Der brasilianische Ölwert profitierte damit offenbar von der insgesamt positiven Stimmung im späten Handel.

Ein anderes Signal sendet der Volatilitätsindex aus. Der CBOE Brazil ETF Volatility Index, der die implizite Volatilität der Bovespa-Optionen misst, stieg um 13.20 Prozent auf 58.76. Das entspricht einem neuen Dreijahreshoch. Ein solcher Anstieg der impliziten Volatilität bedeutet, dass Marktteilnehmer künftig mit stärkeren Kursschwankungen rechnen. Für deutsche Anleger, die über ETFs oder Fonds in brasilianische Aktien investiert sind, ist das ein Hinweis auf erhöhte Unsicherheit.

Rohstoffe, Währungen und Dollar

Im Rohstoffhandel ging es ebenfalls aufwärts. Gold-Futures für die Lieferung im Dezember lagen um 0.21 Prozent beziehungsweise 8.85 höher und notierten bei 4.189.95 US-Dollar pro Feinunze. Für das für Dezember fällige Crude Oil stieg der Kurs um 0.23 Prozent oder 0.23 auf 101.64 US-Dollar pro Barrel. Der US-Kaffee-C-Contract mit Fälligkeit im Dezember legte sogar um 3.65 Prozent beziehungsweise 10.75 zu und erreichte 305.55 US-Dollar.

Auch die brasilianische Währung zeigte sich fester. Der Wechselkurs USD/BRL fiel um 0.60 Prozent auf 5.07, während EUR/BRL auf 5.69 sank. Ein fallender USD/BRL-Kurs bedeutet, dass der brasilianische Real gegenüber dem US-Dollar an Wert gewonnen hat, was brasilianische Importe günstiger und Aktien in Landeswährung für ausländische Investoren attraktiver machen kann.

Der US-Dollar-Index-Future stand bei 101.60 und verzeichnete einen Rückgang um 0.06 Prozent. Der Index misst die Stärke des US-Dollar gegenüber einem Korb wichtiger Währungen und gilt als wichtiger Gradmesser für die internationalen Finanzmärkte.

Für deutsche Anleger bleibt Brasilien ein Schwellenmarkt mit Chancen und Risiken. Der jüngste Handelstag zeigt deutlich beide Seiten: Auf der einen Seite sorgten einzelne starke Werte für ein Plus beim Leitindex Bovespa, auf der anderen Seite standen mehr fallende als steigende Aktien und ein deutlich gestiegener Volatilitätsindex für erhöhte Nervosität. Wer in brasilianische Titel investiert, sollte daher sowohl die breite Marktentwicklung als auch die Wechselkurs- und Volatilitätsentwicklung im Blick behalten.

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