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BNY Mellon: 134 digitale Mitarbeiter ersetzen Menschen

Die Bank of New York Mellon (BNY), Amerikas älteste Bank, setzt massiv auf künstliche Intelligenz. 134 sogenannte "digitale Mitarbeiter" übernehmen bereits Aufgaben, die zuvor von Menschen erledigt wurden. Gleichzeitig sank die Mitarbeiterzahl von 53.400

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BNY Mellon: 134 digitale Mitarbeiter ersetzen Menschen

Die Bank of New York Mellon (BNY), Amerikas älteste Bank, setzt massiv auf künstliche Intelligenz. 134 sogenannte "digitale Mitarbeiter" übernehmen bereits Aufgaben, die zuvor von Menschen erledigt wurden. Gleichzeitig sank die Mitarbeiterzahl von 53.400 auf 48.100.

Höchste Tech-Ausgaben unter US-Großbanken

Mit 3,8 Milliarden Dollar investierte BNY im Jahr 2025 rund 19 Prozent ihres Umsatzes in Technologie – der höchste Anteil unter vergleichbaren US-Großbanken. Diese massiven Investitionen wecken zunehmend das Interesse von Analysten und Investoren an der Wall Street, die wissen wollen, wie sich KI-Ausgaben in höhere Effizienz und bessere Renditen umsetzen lassen.

Goldman Sachs identifizierte BNY als eines der Unternehmen mit dem größten KI-Potenzial. Eine Analyse des Russell 1000 zeigt, dass die Bank durch KI-Automatisierung eine Gewinnsteigerung pro Aktie von bis zu 19 Prozent erreichen könnte. Dies basiert auf den hohen Arbeitskosten und der Anfälligkeit vieler Tätigkeiten für Automatisierung.

Digitale Mitarbeiter arbeiten rund um die Uhr

Die 134 digitalen Mitarbeiter bei BNY schlafen nicht, nehmen keine Krankheitstage und haben nicht einmal Namen. Sie arbeiten Seite an Seite mit menschlichen Kollegen, haben spezifische Rollen und werden nach ihrer Leistung bewertet. CFO Dermot McDonogh wurde auf einer Analystenkonferenz gefragt, welche Kosteneinsparungen diese digitalen Mitarbeiter bringen.

KI-Bootcamps für die gesamte Belegschaft

Kurz nach der Veröffentlichung von ChatGPT Ende 2022 richtete BNY einen "AI Hub" ein. Das Herzstück bildet die Plattform "Eliza" – benannt nach Elizabeth Schuyler Hamilton, der Ehefrau des Bankgründers Alexander Hamilton. Eliza nutzt verschiedene Open-Source- und kommerzielle KI-Modelle, die in die internen Daten und Compliance-Systeme der Bank integriert sind.

Fast alle Mitarbeiter absolvierten eine zehnstündige Schulung für Eliza. Tausende gingen noch einen Schritt weiter und nahmen an mehrtägigen KI-Bootcamps teil. Diese Programme helfen auch Nicht-Ingenieuren, kreative Wege zur Automatisierung von Teilen ihrer Arbeit zu finden.

Keine Entlassungen durch KI geplant

Trotz der massiven Technologieinvestitionen betonen BNY-Führungskräfte in Gesprächen mit CNBC, dass die digitalen Mitarbeiter nicht zu Lasten der menschlichen Belegschaft gehen sollen. Während das Unternehmen mehr digitale Mitarbeiter aufbaut, qualifiziert es gleichzeitig seine menschlichen Mitarbeiter weiter.

Die Entwicklung bei BNY zeigt exemplarisch, wie die Finanzbranche KI einsetzt. Der Fokus liegt auf Produktivitätssteigerung und Kostensenkung, während gleichzeitig die Mitarbeiter für die Zusammenarbeit mit KI-Systemen geschult werden.

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