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EU leitet Kartellverfahren gegen Meta ein: WhatsApp-KI-Politik im Visier

Die Europäische Kommission verschärft ihren Kurs gegen Meta. Der Tech-Konzern soll KI-Assistenten von Drittanbietern systematisch von WhatsApp ausgeschlossen haben. Nun drohen einstweilige Maßnahmen, um die umstrittene Richtlinie zu stoppen.

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EU leitet Kartellverfahren gegen Meta ein: WhatsApp-KI-Politik im Visier

Die Europäische Union geht mit harter Hand gegen Meta vor. Am Montag teilte die Europäische Kommission dem Mutterkonzern von Facebook und WhatsApp mit, dass sie beabsichtigt, einstweilige Maßnahmen zu verhängen. Grund ist der Vorwurf, Meta habe KI-Assistenten von Drittanbietern systematisch von WhatsApp ausgeschlossen und damit gegen EU-Kartellrecht verstoßen.

Vorläufige Verstöße gegen Wettbewerbsrecht

Nach vorläufiger Einschätzung der Kommission hat Meta gegen EU-Kartellvorschriften verstoßen. Die Untersuchung läuft noch, und die geplanten Maßnahmen stehen unter dem Vorbehalt der Stellungnahme von Meta sowie der Wahrung der Verteidigungsrechte des Unternehmens. EU-Wettbewerbskommissarin Teresa Ribera machte deutlich: "Wir müssen verhindern, dass marktbeherrschende Technologieunternehmen ihre Dominanz illegal ausnutzen, um sich einen unfairen Vorteil zu verschaffen."

Umstrittene Änderung der Nutzungsbedingungen

Im Oktober kündigte Meta eine Aktualisierung seiner Nutzungsbedingungen für die WhatsApp Business Solution an. Diese Änderung schloss KI-Assistenten von Drittanbietern für allgemeine Zwecke faktisch von der Plattform aus, wie die Kommission mitteilte. Die neue Richtlinie trat im Januar in Kraft und löste unmittelbar Wettbewerbsbedenken aus.

Ein Sprecher der Kommission erklärte gegenüber CNBC, dass die einstweiligen Maßnahmen Meta verpflichten würden, den Zugang von KI-Assistenten Dritter zu WhatsApp während der laufenden Untersuchung auf dem Stand vor der Richtlinienänderung zu belassen. Dies würde einen fairen Wettbewerb sicherstellen, bis eine endgültige Entscheidung getroffen wird.

Serie von Bußgeldern gegen US-Tech-Konzerne

Das Jahr 2025 war für amerikanische Tech-Riesen in Europa äußerst kostspielig. Die EU verhängte eine Reihe empfindlicher Strafen wegen Verstößen gegen europäische Vorschriften. Im April traf es Apple mit einer Geldstrafe von 500 Millionen Euro, nachdem das Unternehmen gegen Anti-Steering-Verpflichtungen verstoßen hatte.

Meta selbst wurde bereits im April 2025 mit einem Bußgeld von 200 Millionen Euro belegt. Der Vorwurf: Das Unternehmen habe Verbrauchern nicht die Wahl ermöglicht, einen Dienst zu nutzen, der weniger ihrer personenbezogenen Daten verwendet. Den Rekord hält jedoch Google: Im September verhängte die Kommission eine Strafe von 2,95 Milliarden Euro wegen Kartellrechtsverstößen im Bereich Online-Werbung.

Konsequenzen für den digitalen Wettbewerb

Die geplanten Maßnahmen gegen Meta könnten weitreichende Folgen für den europäischen Digitalmarkt haben. Sie signalisieren, dass die EU entschlossen ist, die Marktmacht der großen Tech-Konzerne einzudämmen und einen offenen Wettbewerb zu gewährleisten. Für Nutzer und Entwickler von KI-Assistenten könnte dies bedeuten, dass sie künftig wieder uneingeschränkten Zugang zu WhatsApp erhalten.

Meta hat nun die Möglichkeit, zu den Vorwürfen Stellung zu nehmen und seine Verteidigungsrechte wahrzunehmen. Die endgültige Entscheidung der Kommission steht noch aus. Anleger sollten die Entwicklung genau beobachten, da weitere Bußgelder und Auflagen das Geschäftsmodell des Konzerns beeinflussen könnten.

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