Bitcoin fällt unter 73.000 Dollar – Tiefster Stand seit November 2024
Kryptowährung verliert über 6 Prozent im Tagesverlauf – Geopolitische Unsicherheit belastet weiterhin

Bitcoin ist am Dienstag kurzzeitig unter die psychologisch wichtige Marke von 73.000 US-Dollar gefallen und markierte damit den tiefsten Stand seit fast 16 Monaten. Die weltweit älteste und größte Kryptowährung rutschte zeitweise auf 72.884,38 Dollar ab, bevor sie sich leicht erholte. Zum Handelsschluss notierte Bitcoin bei 75.658,95 Dollar – ein Tagesverlust von mehr als 3 Prozent.
Der letzte vergleichbare Tiefstand lag am 6. November 2024, als Bitcoin bei 68.898 Dollar notierte. Seit Jahresbeginn summieren sich die Verluste der digitalen Leitwährung bereits auf 16 Prozent. Auch Bitcoin-Treasury-Unternehmen wie Strategy mussten deutliche Kursverluste von über 4 Prozent hinnehmen.
Geopolitische Spannungen belasten Risikobereitschaft
Die anhaltende Schwäche führen Marktbeobachter auf mehrere Faktoren zurück. Investoren ziehen sich zunehmend aus risikoreicheren Anlagen zurück, da geopolitische Unsicherheiten zunehmen. Zusätzlich sorgt ein teilweiser Regierungsstillstand in den USA für Verzögerungen bei der Veröffentlichung wichtiger Wirtschaftsdaten, was die Nervosität am Markt weiter verstärkt.
Rob Hadick, General Partner bei Dragonfly Capital, sieht weitere Belastungsfaktoren in der regulatorischen Unsicherheit. Die fehlenden gesetzlichen Leitplanken für die Kryptowährungsbranche sowie ein Liquidationsüberhang am Markt für digitale Vermögenswerte würden die Anleger verunsichern.
Fundamentaldaten bleiben trotz Kursverlusten stark
Trotz der aktuellen Schwäche zeigt sich Hadick optimistisch für die langfristigen Aussichten des Kryptomarktes. Die Fundamentaldaten blieben stark, insbesondere da Stablecoins und tokenisierte Vermögenswerte sowohl bei Kleinanlegern als auch bei institutionellen Investoren weiter an Bedeutung gewinnen. Diese Entwicklung könnte mittelfristig für neue Impulse sorgen und die Basis für eine nachhaltige Erholung legen.
