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Bill Ackman steigt mit Milliardeninvestment erneut bei Netflix ein

Nach Milliardenverlust 2022 steigt Ackman erneut bei Netflix ein – mit mehr Vertrauen.

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Bill Ackman steigt mit Milliardeninvestment erneut bei Netflix ein

Bill Ackman und sein Hedgefonds Pershing Square sind wieder bei <a class="tvreplink" target="_blank" href="https://de.tradingview.com/symbols/Nasdaq%3ANFLX">Netflix eingestiegen – und das mit einem Investment von rund einer Milliarde Dollar. Der Schritt überrascht, denn erst 2022 hatte Ackman eine Milliardenwette auf den Streaming-Riesen mit einem hohen Verlust aufgegeben. Was hat sich geändert?

Anfang 2022 investierte Ackman rund 1,25 Milliarden Dollar des Pershing-Square-Kapitals in Netflix. In seinem damaligen Aktionärsbrief zeigte er sich überzeugt von den Wettbewerbsvorteilen des führenden Streaming-Anbieters und dessen Fähigkeit, diese in starkes Gewinnwachstum umzusetzen. Doch bereits wenige Wochen später verkaufte er die gesamte Position wieder – mit einem erheblichen Verlust.

Warum Ackman 2022 ausstieg

Der Auslöser für den überstürzten Verkauf war eine strategische Kehrtwende bei Netflix. Das Unternehmen hatte im ersten Quartal 2022 nicht nur erneut enttäuschende Abonnentenzahlen vorgelegt, sondern auch angekündigt, eine werbefinanzierte, günstigere Stufe einzuführen. Für Ackman war dies ein Problem.

„Wir benötigen ein hohes Maß an Vorhersehbarkeit in den Unternehmen, in die wir investieren, aufgrund der hochkonzentrierten Natur unseres Portfolios“, schrieb er damals an die Anleger. „Obwohl das Geschäftsmodell von Netflix grundsätzlich einfach zu verstehen ist, haben wir angesichts der jüngsten Ereignisse das Vertrauen in unsere Fähigkeit verloren, die zukünftigen Aussichten des Unternehmens mit einer ausreichenden Sicherheit vorzusagen.“

Das reine Abonnementmodell von Netflix hatte Ackman geschätzt. Die Einführung von Werbung machte das Geschäftsmodell aus seiner Sicht schwerer vorhersagbar – ein Ausschlusskriterium für den konzentrierten Portfolioansatz von Pershing Square.

Die Wende: Netflix hat die Streaming-Kriege gewonnen

Mehr als vier Jahre später sieht die Welt jedoch anders aus. Ackman verfolgte das Unternehmen weiterhin genau und zog im August eine positive Bilanz. „Netflix hat seitdem die Streaming-Kriege effektiv gewonnen“, schrieb er in seinem Aktionärsbrief.

Die Skalenvorteile des Unternehmens übertreffen die der engsten Konkurrenten inzwischen bei Weitem. Der Vorstoß in die Werbewelt hat es Netflix zudem ermöglicht, in Live-Programme zu expandieren – ein wichtiger Treiber für neue Abonnements. Genau jene Werbestufe, die Ackman 2022 noch zum Ausstieg bewogen hatte, ist heute ein zentraler Grund für seinen Wiedereinstieg.

Hinzu kommt die Entwicklung des Free Cashflows. Während Netflix 2021 gerade erst begann, positive Free Cashflows zu erzielen, erwartete Ackman, dass das Management diese steigern und überschüssiges Kapital für Aktienrückkäufe nutzen würde. Genau das ist eingetreten: Der Free Cashflow ist inzwischen auf rund 90 Prozent des Gewinns angewachsen.

Die neue Position: Eine Milliarde Dollar mit mehr Vertrauen

Anfang dieses Jahres kaufte Ackman eine neue Position in Netflix im Wert von rund einer Milliarde Dollar. Seine Erwartungen sind heute zwar nicht ganz so hoch wie Anfang 2022, als er von einem jährlichen Gewinnwachstum von mehr als 20 Prozent ausging. Doch diese Einschätzung erwies sich als richtig: Der Gewinn je Aktie ist seit Ende des ersten Quartals 2022 um 27 Prozent gewachsen.

Dank stetiger Margenerweiterungen und konsistenter Aktienrückkäufe glaubt Ackman, dass Netflix diesem annualisierten Gewinnwachstum von 20 Prozent nahekommen kann. Die Bewertung der Aktie war zuletzt wieder auf Niveaus gesunken, die zuletzt 2022 gesehen wurden. Diese Gelegenheit nutzte Ackman für den Wiedereinstieg – diesmal mit größerem Vertrauen in das Werbegeschäft.

Für Anleger bleibt die Frage, ob sich Ackmans zweite Wette auf Netflix als erfolgreicher erweisen wird als die erste. Die Rahmenbedingungen haben sich jedenfalls grundlegend geändert: Netflix ist profitabler, der Free Cashflow sprudelt, und das Werbemodell – einst Grund für Ackmans Ausstieg – ist heute ein zentraler Pfeiler der Wachstumsstrategie.

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