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BHPs Jimblebar-Eisenerz in China auf Fünfmonatstief gefallen

Nach Ende des chinesischen Kaufverbots sinken die Hafenbestände von BHPs Jimblebar-Feinerz auf den niedrigsten Stand seit Dezember.

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BHPs Jimblebar-Eisenerz in China auf Fünfmonatstief gefallen

Die Hafenbestände von BHPs Jimblebar-Feinerz sind in China auf ein Fünfmonatstief gesunken. Hintergrund ist die Aufhebung eines monatelangen Kaufverbots, das Peking Ende April gegen bestimmte Eisenerzprodukte des globalen Bergbaukonzerns BHP verhängt hatte. Der Bestandsabbau hat die Eisenerzpreise bislang jedoch nicht belastet.

An 15 wichtigen chinesischen Häfen sanken die Bestände an Jimblebar-Feinerz – einem der Flaggschiffprodukte von BHP – zwischen Ende April und dem 12. Mai um 3,1 Prozent auf 8,42 Millionen Tonnen. Dies ist der niedrigste Stand seit Ende Dezember, wie drei mit der Angelegenheit vertraute Händler berichteten. Trotz des Rückgangs liegt der aktuelle Lagerbestand dieser Eisenerzmarke noch immer fast fünfmal höher als im vergangenen September.

Hintergrund: Monatelanger Streit zwischen China und BHP

Der Konflikt begann im September des Vorjahres, als Chinas staatlicher Eisenerzeinkäufer den Kauf von BHPs Jimblebar-Feinerz untersagte. Im November folgte ein Verbot für Jinbao-Feinerz, im März schließlich auch für Newman-Feinerz. Mitte April hob China das Beschaffungsverbot für BHP-Seefrachtladungen nach einem Besuch der Führungsspitze des Bergbauunternehmens auf. Ende April wurde das Verbot auch für die an den Häfen gelagerten Bestände aufgehoben.

Die Aufhebung des Verbots hatte Erwartungen geweckt, dass die aufgestauten Hafenbestände rasch abgebaut würden und die Preise für den wichtigen Stahlrohstoff unter Druck geraten könnten. Analysten sind sich jedoch uneinig darüber, ob der bisherige Bestandsabbau einem normalen Tempo entspricht oder langsamer als erwartet verläuft.

Stahlwerke müssen Hochofenmischungen neu anpassen

Ein Analyst erklärte unter der Bedingung der Anonymität: „Einige Stahlwerke waren auf die Verwendung anderer Eisenerzprodukte umgestiegen und müssen nun ihre Rezeptur für die Hochofenmischungen neu anpassen, bevor sie wieder mehr Jimblebar-Feinerz kaufen." Dies erklärt, warum der Abbau der Bestände bislang moderat ausfällt – die Wiederaufnahme des Kaufs erfordert technische Anpassungen in den Produktionsprozessen der Stahlhersteller.

Trotz der hohen Lagerbestände zeigen sich die Eisenerzpreise robust. Der meistgehandelte September-Kontrakt für Eisenerz an der chinesischen Dalian Commodity Exchange (DCE) notierte um 03:14 Uhr GMT bei 812 Yuan (umgerechnet rund 119,64 US-Dollar) pro Tonne. Das entspricht einem Anstieg von 2,3 Prozent seit Ende April – ein Zeichen dafür, dass der Markt den Bestandsabbau bislang gelassen aufnimmt.

China ist der weltweit größte Eisenerzverbraucher und spielt damit eine zentrale Rolle für den globalen Rohstoffmarkt. BHP gehört zu den bedeutendsten Eisenerzproduzenten der Welt, und Störungen im Handel zwischen dem Konzern und chinesischen Abnehmern haben stets das Potenzial, die internationalen Rohstoffmärkte zu bewegen. Die weitere Entwicklung der Jimblebar-Bestände und deren Auswirkungen auf die Eisenerzpreise bleibt daher ein wichtiger Indikator für Anleger und Marktteilnehmer weltweit.

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