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Bank of Canada hält Leitzins stabil – US-Handelspolitik erhöht Unsicherheit

Kanadische Notenbank belässt Zinsen bei 2,25 Prozent und warnt vor turbulenten geopolitischen Entwicklungen.

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Bank of Canada hält Leitzins stabil – US-Handelspolitik erhöht Unsicherheit

Die Bank of Canada (BoC) hat ihren Leitzins im Januar bei 2,25 Prozent belassen und verweist dabei auf ein zunehmend unsicheres globales Umfeld. Laut dem am Mittwoch veröffentlichten Sitzungsprotokoll vom 28. Januar 2025 bereiten den kanadischen Währungshütern vor allem die unberechenbare US-Handelspolitik und verschärfte geopolitische Spannungen Sorgen.

Der Gouverneursrat stellte fest, dass die jüngsten Maßnahmen der USA in den Bereichen Handel, Außenpolitik und die Diskussionen um die Unabhängigkeit der Federal Reserve das internationale Umfeld "turbulenter" gemacht haben. "Die Aussichten für das globale Wachstum waren anfällig für eine unvorhersehbare US-Handelspolitik und verschärfte geopolitische Spannungen", heißt es im Protokoll. Die Zentralbanker beobachten mit Besorgnis, wie Handelskonflikte und geopolitische Krisen die wirtschaftliche Planungssicherheit beeinträchtigen.

Trotz robuster Konsumausgaben und hoher Investitionen in künstliche Intelligenz in den USA werfen drohende Zölle einen Schatten auf die Preisstabilität. Die BoC warnt, dass das Risiko inflationärer Effekte durch Handelsbeschränkungen eine erhebliche Gefahr für die nordamerikanischen Wirtschaftsaussichten darstellt. Bisher hätten die meisten großen Volkswirtschaften zwar Widerstandsfähigkeit gezeigt, doch die Unsicherheit bleibe hoch.

Kanadische Wirtschaft unter Druck

Im Inland kämpft Kanada mit einem "Angebotsüberhang", während der Arbeitsmarkt schwächelt und Unternehmensinvestitionen in den meisten Sektoren verhalten bleiben. Der Rat betonte, dass "jüngste geopolitische Ereignisse, unter anderem in Venezuela, Iran und Grönland, sowie Drohungen gegen die Unabhängigkeit der Federal Reserve die Welt turbulenter gemacht haben".

Besondere Sorge bereitet den Entscheidungsträgern die bevorstehende Überprüfung des Handelsabkommens CUSMA zwischen Kanada, den USA und Mexiko. Diese Unsicherheit könnte die Kapitalallokation der Unternehmen weiter lähmen und Investitionsentscheidungen verzögern. Zwar bemüht sich die kanadische Bundesregierung um eine Diversifizierung des Handels weg von den USA, doch räumen die Notenbanker ein, dass strukturelle Anpassungen langsam verlaufen und schwer zu quantifizieren sind.

Datenlage entscheidet über nächste Zinsschritte

Gouverner Tiff Macklem und seine Kollegen signalisierten, dass die Richtung künftiger Zinsanpassungen – ob Erhöhung oder Senkung – vollständig von der wirtschaftlichen Datenlage abhängen wird. Die Beibehaltung des aktuellen stimulierenden Kurses sei notwendig, um die Wirtschaft durch eine Phase struktureller Anpassungen zu unterstützen, in der historische Präzedenzfälle wenig Orientierung bieten. Die BoC betont damit ihre flexible Haltung in einem Umfeld erhöhter Unsicherheit.

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