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Applied Materials zahlt 252 Millionen Dollar Strafe wegen China-Chipexporten

US-Halbleiterausrüster verstieß gegen Exportkontrollen und lieferte Anlagen an chinesischen Chiphersteller SMIC

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Applied Materials zahlt 252 Millionen Dollar Strafe wegen China-Chipexporten

Der US-Halbleiterausrüster Applied Materials muss eine Rekordstrafe von 252,5 Millionen Dollar zahlen. Das US-Handelsministerium wirft dem Unternehmen vor, zwischen 2020 und 2023 illegal hochmoderne Anlagen zur Chipproduktion nach China exportiert zu haben. Insgesamt listet die Behörde 56 Verstöße gegen die US-Exportrichtlinien auf.

Im Zentrum der Vorwürfe stehen Lieferungen im Wert von mindestens 126 Millionen Dollar an die Semiconductor Manufacturing International Corp (SMIC), Chinas größten Chiphersteller. Applied Materials soll die Ausrüstung trotz bestehender Exportbeschränkungen geliefert oder dies zumindest versucht haben. Das Bureau of Industry and Security (BIS) des Handelsministeriums verhängte damit die zweithöchste Geldbuße in seiner Geschichte.

Applied Materials zeigte sich erleichtert über die Einigung. Das Unternehmen hatte bereits in den Vorjahren gewarnt, dass die verschärften US-Exportkontrollen die Umsätze belasten würden. Die Aktie notiert an der Nasdaq unter dem Kürzel AMAT.

Verschärfte Technologie-Kontrollen gegen China

Die hohe Strafe reiht sich ein in die zunehmend harte Gangart der USA gegenüber China im Technologiesektor. Sowohl unter Präsident Biden als auch zuvor unter Donald Trump verschärften die Vereinigten Staaten die Exportkontrollen für Halbleitertechnologie massiv. Ziel ist es, Chinas Fortschritte in strategisch wichtigen Bereichen wie der künstlichen Intelligenz zu verlangsamen.

Die Beschränkungen treffen US-Halbleiterausrüster besonders hart, da China traditionell ein wichtiger Absatzmarkt ist. Applied Materials ist weltweit führend bei Maschinen für die Chipproduktion und beliefert Halbleiterhersteller rund um den Globus. Der chinesische Markt macht einen erheblichen Teil des Geschäfts aus.

Rekordstrafen als Warnsignal

Mit 252,5 Millionen Dollar ist die Strafe gegen Applied Materials die zweithöchste, die das BIS jemals verhängt hat. Nur die Geldbuße gegen Seagate Technology im Jahr 2023 lag mit 300 Millionen Dollar höher. Seagate hatte Festplatten an den chinesischen Telekommunikationsriesen Huawei verkauft und damit ebenfalls gegen Exportbeschränkungen verstoßen.

Die Höhe der Strafen signalisiert, dass die US-Regierung Verstöße gegen Exportkontrollen künftig konsequent ahnden will. Für Technologieunternehmen mit China-Geschäft steigt damit das Compliance-Risiko erheblich. Experten erwarten, dass die Kontrollen unter der neuen US-Regierung weiter verschärft werden könnten.

Für deutsche Investoren bedeutet dies: Unternehmen mit signifikantem China-Exposure im Halbleitersektor bleiben einem erhöhten regulatorischen Risiko ausgesetzt. Die geopolitischen Spannungen zwischen den USA und China dürften die Branche auch 2025 weiter belasten.

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