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Amazon übernimmt Globalstar für 11,57 Milliarden Dollar gegen Starlink

Mit der milliardenschweren Übernahme des Satellitenbetreibers Globalstar greift Amazon Elon Musks dominanten Dienst Starlink direkt an.

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Amazon übernimmt Globalstar für 11,57 Milliarden Dollar gegen Starlink

Amazon hat am Dienstag die Übernahme des Satellitenbetreibers Globalstar für 11,57 Milliarden US-Dollar angekündigt. Der Deal markiert einen entscheidenden Schritt des Tech-Konzerns, sein noch junges Satellitengeschäft ernsthaft auszubauen. Ziel ist es, dem marktbeherrschenden Konkurrenten Starlink von Elon Musk Paroli zu bieten.

Die Aktionäre von Globalstar können im Rahmen der Transaktion zwischen zwei Optionen wählen: Entweder erhalten sie 90 US-Dollar in bar oder 0,3210 Amazon-Stammaktien je Globalstar-Aktie. Die Globalstar-Aktie reagierte vorbörslich mit einem Plus von mehr als 9 Prozent auf die Nachricht. Bereits in den vergangenen zwei Wochen hatte das Papier infolge von Medienberichten über laufende Gespräche zwischen den Unternehmen rund 6 Prozent zugelegt. Die Amazon-Aktie selbst stieg am Dienstag um etwa 1 Prozent.

Globalstar ist vor allem als Dienstleister für die „Notruf SOS"-Funktion von Apple bekannt und betreibt derzeit rund zwei Dutzend Satelliten in einer niedrigen Erdumlaufbahn. Das Unternehmen mit Sitz in Covington, Louisiana, bietet Sprach-, Daten- und Asset-Tracking-Dienste für Unternehmens-, Behörden- und Privatkunden an. Ende vergangenen Jahres hatte Globalstar angekündigt, sein Netzwerk mit Unterstützung von Apple auf insgesamt 54 Satelliten auszubauen.

Amazons Aufholjagd gegenüber Starlink

Der Deal verschafft Amazon Zugang zu Globalstars bestehendem Satellitennetzwerk und beschleunigt damit die eigenen Ambitionen im Weltraum. Amazon betreibt derzeit selbst mehr als 200 Satelliten und plant, bis 2029 insgesamt rund 3.200 Einheiten in eine niedrige Erdumlaufbahn zu bringen. Dabei muss etwa die Hälfte dieser Satelliten gemäß einer regulatorischen Frist bereits bis Juli 2026 positioniert sein. Die Einführung der eigenen Satelliten-Internetdienste ist für den weiteren Verlauf dieses Jahres geplant.

Zum Vergleich: Starlink, die Satelliten-Sparte von Elon Musks Raumfahrtunternehmen SpaceX, verfügt bereits über rund 10.000 Satelliten im Orbit und bedient weltweit mehr als neun Millionen Nutzer. Amazon steht damit vor einer enormen Aufholjagd, die durch die Globalstar-Übernahme nun deutlich an Fahrt gewinnen soll.

Apple bleibt als Partner an Bord

Ein weiterer wichtiger Aspekt des Deals betrifft Apple, das rund 1,5 Milliarden US-Dollar in Globalstar investiert hat. Amazon und Apple haben parallel zur Übernahme eine gesonderte Vereinbarung unterzeichnet, um die satellitengestützten Sicherheitsfunktionen von Apple – darunter „Notruf SOS" und „Wo ist?" – für iPhone- und Apple-Watch-Nutzer weiterhin sicherzustellen. Die Kontinuität dieser Dienste ist damit auch nach dem Eigentümerwechsel gewährleistet.

Der Abschluss der Übernahme wird für das kommende Jahr erwartet. Voraussetzung sind die Genehmigung durch die zuständigen Regulierungsbehörden sowie das Erreichen spezifischer Meilensteine bei der Satellitenstationierung durch Globalstar. Für deutsche Anleger und Verbraucher ist der Deal ein klares Signal: Der Wettbewerb im globalen Markt für satellitengestütztes Internet nimmt deutlich an Intensität zu – mit Amazon als neuem ernstzunehmenden Herausforderer für Starlink.

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