ANZEIGE

Amazon-Aktie fällt nach schwacher Weihnachtsprognose um sechs Prozent

Cloud-Wachstum überzeugt, doch enttäuschende Umsätze und hohe Investitionen belasten den Kurs im After-Hours-Handel.

• 3 Min
Amazon-Aktie fällt nach schwacher Weihnachtsprognose um sechs Prozent

Die Amazon-Aktie ist am Donnerstag im After-Hours-Handel um rund 6 Prozent gefallen. Zuvor hatte der Konzern schwächere als erwartete Umsatzzahlen vorgelegt und eine enttäuschende Finanzprognose für das wichtige Weihnachtsgeschäft abgegeben. Für Anleger ist das ein Dämpfer, denn Amazon gehört zu den Schwergewichten der US-Technologiebörsen, deren Kurse auch die Stimmung an den europäischen Märkten beeinflussen.

Im Mittelpunkt der Zahlen stand das Cloud-Geschäft. Die Umsätze bei Amazon Web Services (AWS), dem weltweit größten Cloud-Computing-Anbieter, stiegen im dritten Quartal um 39 Prozent im Jahresvergleich auf 201,9 Mrd. Dollar – besser als von der Wall Street erwartet. „Wir haben einen überzeugenden Flywheel in AWS am Laufen“, sagte Amazon-Chef Andy Jassy. Dennoch meldete der Konzern leicht enttäuschende Gesamtumsätze von 201,9 Mrd. Dollar und stellte für den Weihnachtszeitraum schwächere Verkäufe in Aussicht.

Druck auf das Weihnachtsgeschäft

Die Aussichten für das vierte Quartal deuten auf schwächere Einzelhandelsumsätze während der Feiertage hin. Als Grund nennt das Unternehmen die Belastung amerikanischer und globaler Verbraucher durch steigende Lebenshaltungskosten sowie höhere Kraftstoffpreise infolge des Iran-Krieges. Finanzvorstand Brian Olsavsky teilte den Anlegern mit, dass Amazon im vierten Quartal mit einem stärkeren Einschnitt durch hohe Kraftstoff- und Transportkosten rechnen müsse – selbst nachdem im April ein Zuschlag von 3,5 Prozent auf die Gebühren erhoben wurde, die das Unternehmen Drittverkäufern berechnet.

Durch die eigenwillige Mischung seiner Geschäftsfelder, einschließlich des riesigen E-Commerce-Bereichs, bleibt Amazon einer breiteren Palette an Risiken ausgesetzt als seine Konkurrenten aus der Big-Tech-Sparte. Diese strukturelle Abhängigkeit von Konsumausgaben macht den Konzern anfälliger für konjunkturelle Schwankungen als reine Cloud- oder Softwareanbieter.

Milliarden-Investitionen in KI-Rechenzentren

Anleger erwarten starkes Wachstum, um Jasys Pläne zu rechtfertigen, in diesem Jahr 220 Mrd. US-Dollar in Investitionen (Capital Expenditure) fließen zu lassen. Der Fokus liegt vor allem auf fortschrittlichen Chips und Rechenzentren, um Kunden im Bereich AI-Computing zu bedienen. Diese Kapitalausgaben würden Amazon zum größten Ausgabenverursacher unter den Big-Tech-Unternehmen machen, die darum konkurrieren, enorme AI-Rechenzentren schnellstmöglich aufzubauen.

Die Investitionsausgaben (Capex) bei Amazon kletterten im Quartal deutlich auf 75,8 Mrd. Dollar. Der Free Cash Flow rutschte weiter in den negativen Bereich und lag bei minus 33,5 Mrd. Dollar für das Quartal – weit mehr als erwartet. Jassy erklärte, Amazon werde „investieren, um die Führung weiterhin zu behaupten“, und betonte, dass die in Seattle ansässige Gruppe ihre wachsenden Verpflichtungen im Bereich der Rechenzentren finanzieren könne. „Es wird die Größe von Amazon für immer verändern.“

Das Nettoergebnis, das Werbung, Cloud Computing, E-Commerce und Medien umfasst, sank auf 20,7 Mrd. Dollar. Für den Rückgang machte Amazon einen einmaligen Schub im Vorjahr durch Anlagegewinne aus seinem Anteil an Anthropic verantwortlich. Der Konzern befindet sich mit seinen Rivalen im Wettlauf, um Kapazitäten für Rechenzentren für Kunden wie die AI-Labore Anthropic und OpenAI aufzubauen, die beide von Amazon mit Milliardenbeträgen an Investitionen unterstützt wurden. Jassy sagte letzte Woche, dass die AWS-Cloud-Einheit die verfügbare Kapazität für Rechenzentren für das Jahr 2027 größtenteils bereits verkauft habe.

Werbegeschäft wächst langsamer

Auch Amazons Werbegeschäft blieb im Quartal hinter den Erwartungen zurück. Die Umsätze stiegen um 11 Prozent auf 19,6 Mrd. Dollar – die niedrigste Wachstumsrate seit der ersten Ausweisung dieser Kennzahl im Jahr 2020. Als Grund nennt das Unternehmen Änderungen in der Art und Weise, wie Anzeigen an Kunden ausgespielt werden, indem diese nun eher auf Suchseiten als auf einzelne Produkte gelenkt werden.

Jassy fügte hinzu, dass Amazon keine Auswirkungen auf die Verkäufe durch Drittanbieter-KI-Agenten beobachte – autonome Bots wie Meta Muse und Dots von OpenAI, die im Namen von Nutzern Einkäufe tätigen können. Diese Agenten hat das Unternehmen von seinen Plattformen blockiert. „Wenige Kunden kaufen derzeit noch viel auf diese Weise ein, da die Erfahrung noch nicht gut ist und auch nicht bequemer“, sagte er.

Die Ergebnisse von Amazon kamen nach einer gemischten Serie von Quartalszahlen von Google und Microsoft am Mittwoch. Die Aktie des Suchmaschinenriesen stürzte aufgrund eines rekordverdächtigen Cash-Burns ab, wobei Anzeichen darauf hindeuteten, dass KI auch sein Kerngeschäft mit Suchanzeigen untergrub. Microsoft hingegen vermeldete bessere als erwartete Umsätze, sagte jedoch, dass Verzögerungen bei der Lieferung von Rechenzentren auftreten, die zur Erfüllung großer AI-Verträge benötigt werden.

Amazon AktieAWSWeihnachtsgeschäftCloud ComputingCapital ExpenditureFree Cash FlowKi-RechenzentrenBig Tech

Meistgelesene News

  1. KI nur für Top-Mitarbeiter: Paysend-CEO setzt auf Leistungsnachweis
  2. XRP als Millionärsmacher? Warum ein 1.000-facher Anstieg unrealistisch ist
  3. SpaceX-Aktie: Was 10.000 Dollar bis 2030 wert sein könnten
  4. Trump: Entscheidung über Iran steht bevor – Deal oder Angriff
  5. Tesla nach Q3-Zahlen: Warum die Aktie trotz Rabatt teuer bleibt

Disclaimer


Wichtiger Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte:

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass im Rahmen dieser Publikation Interessenkonflikte bestehen:

1. Die Stock Market Media Ltd. und ihr nahestehende Personen besitzen Aktien der hier empfohlenen Gesellschaften und beabsichtigen, diese im Rahmen und zu jedem Zeitpunkt dieser Empfehlung zu verkaufen. Hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

2. Der Herausgeber dieser Publikation, sowie die verantwortlichen Redakteure erhalten für die Erstellung eine finanzielle Vergütung. Auch hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

3. Beachten Sie auch die weitergehenden Ausführungen zu bestehenden Interessenkonflikten im nachfolgenden Disclaimer, u.a. unter Ziff. 2.

Wichtige Informationen und Pflichtmitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) sowie gemäß Finanzanlageverordnung (FinAnV).

Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit als Ersteller von Anlagestrategieempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 34 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 oder von Anlageempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 35 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014, (bisher „Finanzanalysen“) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht („BaFin“) gemäß WpHG angezeigt. Die Pflichten der Stock Market Media Ltd. regeln sich primär nach den §§ 85, 86 WpHG, der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 und der Delegierten Verordnung (EU) 2016/958.

Angaben über den/die Ersteller dieser Publikation:
Verantwortlich für die Erstellung der Texte und Inhalte dieser Publikation ist Herr Roberto Gonçalves de Albuquerque, als Analyst und Chefredakteur. Herausgeber ist die Stock Market Media Ltd., 405 Kings Road, Flat 600, London; SW10 0BB, Vereinigtes Königreich, vertreten durch den Director Roberto Gonçalves de Albuquerque.

Wichtige Hinweise zur Erstellung dieser Veröffentlichung:
Diese Veröffentlichung enthält sowohl Tatsachen und Fakten zu den besprochenen Unternehmen, als auch rein subjektive Werturteile, Interpretationen, Schätzungen, Hochrechnungen, Vorhersagen und Preisziele. Diese versuchen wir, möglichst transparent voneinander abzugrenzen, um irreführende Angaben zu vermeiden. Recherche, Aufbereitung und Formulierung erfolgen dabei unter Einsatz gängiger digitaler und KI-gestützter Hilfsmittel; die inhaltliche Prüfung und die redaktionelle Verantwortung liegen bei uns. Die wesentlichen Grundlagen und Maßstäbe unserer Werturteile und Bewertungen, der besprochenen Aktien, basieren auf folgender Vorgehensweise:

Beurteilung und Bewertung von Unternehmen nach herkömmlichen Bewertungsmethoden (grundlegender Bewertungsansatz)

  • Einschätzung des Potentials der zukünftigen Unternehmensentwicklung (Wachstumsansatz) und Hochrechnung auf das entsprechende Bewertungspotential (Kurs-Potential-Analyse) sowie einer möglichen Unternehmens-Aktien-Bewertung aufgrund potentieller Gewinnerwartungen (KGV Hochrechnung)
  • Einschätzung des von uns erwarteten Best-Case-Szenarios im absoluten Erfolgsfall des Unternehmens (Blue-Sky-Potential-Ansatz)
  • Effekt der von uns erwarteten, gesteigerten Bekanntheit der empfohlenen Aktie auf den Aktienkurs durch einen starken Anstieg der Nachfrage am Markt (insbesondere maßgeblich bei marktengen oder neu bzw. erstmals empfohlenen Aktien) aufgrund der von uns oder Dritten veröffentlichten Publikationen (meistens Kaufempfehlungen), (Multiplikator- / Momentum-Effekt, Hype), dadurch überproportional steigende Rendite/Aktienkurs bei entsprechend steigendem Risiko
  • Technische Analyse des Aktienkurses gemäß gängiger Analyse-Methoden, meist zur Voraussage von Kurs-Signalen (Kauf- oder Verkaufssignal, Ausbruch der Aktie, Festlegung von Kurszielen, Unterstützungs- oder Widerstandsbereichen, erwarteten Mindestbewegungen oder Mindest-Gegenbewegungen, Voraussage von Signalpunkten (wenn-dann), etc.), größtenteils auf der erwarteten Massenpsychologie aufbauend. (technischer Ansatz).

Herkömmliche Bewertungsansätze sind bei jungen oder noch umsatzlosen Unternehmen oft schlecht sinnvoll anwendbar. Daher stützen wir uns bei der Bewertung von solchen Unternehmen tendenziell auf die von uns errechnete Potential-Analyse, sowie die Einschätzung der Nachfrage nach solchen Aktien am Kapitalmarkt. Letztendlich entscheidet der Markt über den Aktienkurs eines Unternehmens. Entsteht durch umfangreiche Empfehlungen einer Aktie, eine exzessive Nachfrage nach dieser, ist es möglich, dass der Aktienkurs bei einem hohen Handelsvolumen überdurchschnittlich steigt. Dies führt zwar zu extremen Gewinnmöglichkeit, erhöht jedoch entsprechend das Risiko einer Blasenbildung mit entsprechendem Kursrückgang. Durch die gesteigerte Volatilität der Aktie in solchen Situationen ergeben sich überdurchschnittliche Gewinn- und Verlustmöglichkeiten, sowohl in beide Handelsrichtungen als auch bei wiederkehrenden Gegenbewegungen. Auch solche Marktentwicklungen sind ein wichtiger Teil unserer Handelsempfehlungen und Bewertungsansätze.

Diese Publikation befasst sich ausschließlich mit überdurchschnittlich volatilen Werten mit hohem Gewinn- und auch Verlustpotential.

Hinweis zu Informationsquellen:
Die Zuverlässigkeit von Informationsquellen wird von uns vor deren Verwendung ausführlich geprüft und von uns entsprechend ihrer Glaubwürdigkeit und Bedeutung subjektiv bewertet. Dabei entscheiden wir nach eigenen Maßstäben, welche Quellen wir für relevant, zu konservativ oder zu optimistisch halten. Letztendlich legen wir unsere Empfehlungen aufgrund unserer persönlichen Einschätzungen fest. Bei der Informationsbeschaffung greifen wir auf zahlreiche öffentlich zugängliche Quellen zurück wie z.B. Pressemitteilungen, Ad-Hoc-Mitteilungen, Unternehmensmeldungen, Firmenpräsentationen, Publikationen und Artikeln zum besprochenen Unternehmen, gängige Finanzmedien im In- und Ausland sowie auf Unternehmens- oder Branchen-Analysen Dritter.

In unseren Publikationen werden ausschließlich öffentlich verfügbare Informationen und Quellen, sowie vom Unternehmen selbst verbreitete Informationen verwendet.

Hinweis zu bestehenden Interessenkonflikten:
Wir weisen hiermit darauf hin, dass Gesellschafter, Redakteure, Mitarbeiter sowie Personen bzw. Unternehmen die an der Erstellung dieser Veröffentlichung beteiligt sind, sowie Auftraggeber (Dritte) der Publikation von Stock Market Media Ltd. zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung direkt oder indirekt Anteile an Wertpapieren, welche im Rahmen der jeweiligen Publikation besprochen werden, halten. und daher an einer Kurs- und/oder Umsatzsteigerung, d.h. auch einer erhöhten Handelsliquidität interessiert sind, da die Absicht besteht, in unmittelbarem Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung diese Wertpapiere zu verkaufen und an steigenden Kursen und Umsätzen zu partizipieren. Ein Kurszuwachs der Aktien der vorgestellten Unternehmen kann zu einem Vermögenszuwachs bei diesen Personen führen. Durch die Besprechung des Unternehmens können jedenfalls der Aktienkurs des Unternehmens erheblich beeinflusst werden. Insbesondere wird auch durch Wertpapiertransaktionen der Aktienkurs der besprochenen Unternehmen maßgeblich beeinflusst. Dies gilt insbesondere, wenn es sich um Unternehmen handelt deren Aktien keine breite Marktkapitalisierung haben und bei denen nur ein enger Markt besteht. Hier können auch nur geringe Auftragsvolumen erhebliche Auswirkungen auf die Kurse haben. Sie sind aber auch daran interessiert, dass der Kurs des besprochenen Unternehmens sinkt, wenn sie deren Aktien günstiger erwerben wollen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Stock Market Media Ltd. und seine Mitarbeiter werden zudem für die Vorbereitung, elektronische Verbreitung und Veröffentlichung dieser Publikation sowie für andere Dienstleitungen entgeltlich entlohnt. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Diese Vergütung kann durch das Unternehmen über das die Stock Market Media Ltd. Informationen veröffentlicht, durch mit diesen Unternehmen verbundene Dritte oder sonstige Dritte, die ein Interesse in Bezug auf die im Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung besprochenen Unternehmen verfolgen, erfolgen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen. Dieser wird zunächst dadurch begründet, dass die Stock Market Media Ltd. im Interesse ihres Auftraggebers ihre Ausführungen vornehmen könnte. Die Stock Market Media Ltd. und/oder mit ihr verbundene Unternehmen haben mit der gegenständlichen Gesellschaft bzw. mit deren Aktionären eine kostenpflichtige Vereinbarung zur Erstellung der redaktionellen Besprechung getroffen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Hinweis zur Handhabe der internen Organisationspflichten:
Aufgrund der geringen Unternehmensgröße des Herausgebers, ist eine interne Kontrolle der Compliance Prozesse der an dieser Publikation mitwirkenden Mitarbeiter und sonstigen Beteiligten überschaubar.

Verantwortliche Aufsichtsbehörde:
Die Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit gemäß § 86 WpHG bei der BaFin angezeigt.