Acht Kinder bei häuslicher Gewalt in Louisiana erschossen
Ein Mann erschoss in Shreveport sieben seiner eigenen Kinder sowie einen weiteren Minderjährigen – zwei Frauen wurden schwer verletzt.

In der US-amerikanischen Stadt Shreveport im Bundesstaat Louisiana hat ein Mann am Sonntag acht Kinder erschossen. Der Tatverdächtige Shamar Elkins tötete sieben seiner eigenen Kinder sowie einen weiteren Minderjährigen bei einem Vorfall häuslicher Gewalt. Die Tat erschüttert die Stadt und das gesamte Land.
Christopher Bordelon, Sprecher des Shreveport Police Department, bestätigte die Identität des Täters und die Opferzahl. „Ich kann Ihnen mitteilen, dass der Verdächtige in diesem Fall, Shamar Elkins, identifiziert wurde. Er ist der Vater von sieben der Kinder, die in diesem Haus getötet wurden. Es gibt ein achtes Kind, das ebenfalls getötet wurde, sowie zwei beteiligte Frauen", erklärte Bordelon. Beide Frauen erlitten Schusswunden – eine befindet sich weiterhin in lebensbedrohlichem Zustand, bei der anderen wird mit einer Genesung gerechnet. Eine der verletzten Frauen ist ein Elternteil der sieben getöteten Kinder.
Flucht und Tod des Verdächtigen
Nach der Tat raubte Elkins unter Gewaltanwendung ein Fahrzeug und flüchtete vom Tatort. Die Polizei verfolgte ihn bis in den benachbarten Bossier Parish, wo Beamte den Verdächtigen erschossen. Die Louisiana State Police untersucht derzeit die Umstände dieser Erschießung. Ob Elkins eine Vorgeschichte häuslicher Gewalt hatte, konnte zunächst nicht festgestellt werden. Die Polizei gab an, weiterhin am Ermitteln des Motivs zu arbeiten.
Der Bürgermeister von Shreveport, Tom Arceneaux, besuchte persönlich den Tatort und bezeichnete den Vorfall als ein „schreckliches Ereignis". Auch der Sprecher des US-Repräsentantenhauses, Mike Johnson, der selbst aus Shreveport stammt, meldete sich zu Wort und nannte die Schießerei eine „herzzerreißende Tragödie".
Häusliche Gewalt als gesellschaftliches Problem
Der Fall wirft erneut ein Schlaglicht auf das Problem der häuslichen Gewalt in den Vereinigten Staaten. Derartige Gewalttaten innerhalb von Familien fordern in den USA jährlich tausende Menschenleben. Für deutsche Leser ist der Fall ein erschreckendes Beispiel dafür, welche extremen Ausmaße häusliche Gewalt annehmen kann. Die Ermittlungen dauern an, während die Gemeinschaft in Shreveport um die Opfer trauert.
